Bamberg
Baufortschritt

Ein markantes Gebäude am Regnitzhang in Bamberg wird wieder glänzen

Gute Nachrichten in Bamberg: Die Sanierung der ehemaligen Jugendherberge Wolfsschlucht wird voraussichtlich günstiger ausfallen als geplant.
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Ein Gebäude, das sich an den idyllischen Regnitzhang schmiegt, sieht dem Ende seiner Sanierung entgegen. Fotos: Michael Wehner
Ein Gebäude, das sich an den idyllischen Regnitzhang schmiegt, sieht dem Ende seiner Sanierung entgegen. Fotos: Michael Wehner
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Auf den ersten Blick scheint sich die ehemalige Jugendherberge Wolfsschlucht noch in vertraut schlechtem Zustand zu befinden - mit bröselndem Putz und marodem Mauerwerk. Doch der Eindruck täuscht. Im Schutze des dichten Uferbewuchses ist die Umwandlung der einst beliebten Unterkunft zu einer neuartigen Betreuungseinrichtung für 22 Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund im letzten Jahr weit fortgeschritten.

Wer sich das Bauwerk aus der Nähe ansieht, erkennt die Veränderungen: Das Dach ist neu gedeckt, die wenig ansehnlichen Feuerschutztreppen am Gebäude sind verschwunden, und die neuen Holzfenster lassen erahnen, wie einladend das "Erlebnispädagogische Kompetenzzentrum" einmal wirken wird.

Auch im Inneren befinden sich die Arbeiten voll im Zeitplan, so dass einer Inbetriebnahme des Hauses durch das Don Bosco Jugendwerk wie geplant in wenigen Monaten nichts mehr im Wege stehen dürfte: Die Rohmontage der Haustechnik wurde abgeschlossen, Trockenbau- und Innenputzarbeiten befinden sich in der Ausführung.

Was Bertram Felix, den Kämmerer der Stadt, bei seinem Sachstandsbericht im Stadtrat am Mittwoch aber am meisten freute, ist die Tatsache, dass es der Stadt gelingen wird, die Kostenberechnung vom September 2016 in Höhe von 4,075 Millionen Euro knapp und das im Haushalt frei geschlagene Budget von 4,9 Millionen einer Prognose zufolge sogar deutlich zu unterschreiten: mit über 800 000 Euro. "Wenn man liest, dass der Hallstadter Bürgermeister bei Bauprojekten froh über eine Kostenüberschreitung von 20 Prozent ist, dann ist es schon sehr erstaunlich, dass wir hier 17 Prozent unter dem Budget bleiben können", freute sich Bertram Felix.

Wenn wundert es, dass der Widerhall im Stadtrat nach dieser Nachricht überaus positiv ausfiel. Der Kämmerer schaffe es, Gelder zu akquirieren und Bamberg ein Bauwerk zu schenken, das zu einem hohen Anteil vom Bund finanziert werde, lobte CSU-Fraktionschef Helmut Müller. "Von Bamberg lernen, heißt haushalten lernen", sagte Klaus Stieringer (SPD). Auch er freute sich über das Ende "eines städtebaulichen Missstandes".

Nicht enthalten war in der Kostenaufstellung freilich der Preis für die Hangsicherung durch 300 Bohrpfähle, für die 550 000 Euro anfielen - eine Zahl, die Felix auf Nachfrage von Norbert Tscherner (BBB) nannte. Den Gesamteindruck konnte das jedoch nicht trüben. Auch Dieter Weinsheimer sprach von einer respektablen Leistung. Gleichwohl deutete der Sprecher der BA-Fraktion an, dass die Einrichtung im benachbarten Bug nicht nur Begeisterung auslöst. "Andere Diskussionen werden noch auf uns zukommen."


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