Heßdorf
Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert CSU im Seebachgrund

Die CSU-Seebachgrund feierte in der Baumüller-Festhalle 50. Jubiläum, ehrte langjährige Mitglieder und freute sich über namhafte Gratulanten. Die Ortsvorsitzenden Manfred Bäreis und Jan Kracker nahmen Ehrengäste und Besucher mit auf eine Zeitreise durch 50 Jahre CSU im Seebachgrund.
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Stimmgewaltig beim Lied der Franken, Joachim Herrmann, Stefan Martin und Manfred Bäreis
Stimmgewaltig beim Lied der Franken, Joachim Herrmann, Stefan Martin und Manfred Bäreis
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Bei seiner nahezu eineinhalbstündigen Festrede hielt Innenminister Joachim Herrmann ein leidenschaftliches Plädoyer für eine aktive Demokratie, für Bayern und für Franken. Landrat Alexander dürfte es mit Wohlwollen vernommen haben, dass der Landkreis Erlangen-Höchstadt zu einem der stärksten in Deutschland und zu den sichersten in Bayern zähle. "Bayern als Teil Deutschlands und des freiheitlichen Rechtsstaates ist nicht allein das Verdienst der CSU", sagte Herrmann, "aber alle nutzen gern die Erfolge Bayerns, zu denen wir maßgeblich beigetragen haben."

"So habe die CSU nicht nur einen Vorturner, und wenn der Probleme hat, hat sie die ganze Partei", meinte er in Anspielung auf die FDP. Diese breite Basis habe die CSU stark gemacht. Und das gelte, "auch wenn uns der Wind eben mal ins Gesicht weht". Selbstverständlich könne man nicht von Anfang an einer Meinung sein. Das bringe politische Diskussionen, "und die müssen wir im richtigen Stil austragen", ist Herrmann überzeugt.

"In einer partnerschaftlichen Art kann man seine Ansichten austauschen. Wenn dann aber etwas entschieden ist, muss man auch dahinterstehen", forderte er. Viel spontanen Beifall gab es immer wieder bei der Rede des Innenministers .

"Bayern ist ein starkes Ehrenamtsland", und das sei ein Grundpfeiler der Demokratie, erklärte der Innenminister unter Beifall. Animiert von seinen Vorrednern - dem Landtagsabgeordneten Walter Nussel und Landrat Alexander Tritthart - spannte der Innenminister den Bogen seiner Festrede vom Nationalsozialismus über die Gründung des freiheitlich demokratischen Rechtsstaates bis in die Gegenwart zu Innerer Sicherheit, Neo-Nazis, Flüchtlingsflut, IS-Bedrohung und islamistischer Radikalisierung. Ein starker Staat müsse auch die Kontrolle darüber haben, wer in das Land einreise.

Der Innenminister erwähnte im Zusammenhang mit dem Thema Sicherheit auch die vorsorgenden Maßnahmen in seinem Zuständigkeitsbereich wie zum Beispiel neue Stellen bei der Polizei. "Dennoch: Wir dürfen uns nicht verrückt machen und unser Leben nicht vorschreiben lassen", erklärte Herrmann unter dem Beifall der Zuhörer.

"Jede Toleranz braucht Grenzen gegen fanatische Intoleranz", sei es von Neo-Nazis oder dem radikalen Islamismus, mit dem man sich auch geistig auseinandersetzen müsse, so der Minister mit einem Appell für eine "wehrhafte Demokratie" und die "Verteidigung der Grundwerte unserer Gesellschaft".

Herrmann sprach sich nach dem Motto "leben und leben lassen in unseren Grenzen" für die "Integration mit verbindlichen Spielregeln" aus, wozu sich großartige Chancen böten. Wer sich nicht integrieren lassen wolle, könne allerdings nicht dauerhaft im Land bleiben.

"Die Politik der CSU leitet sich aus dem christlichen Menschenbild ab". Dazu gehörten Werte wie Demokratie und Recht, Meinungs- und Glaubensfreiheit, und die gleiche Rechte für Männer und Frauen. "Deshalb heißt Integration nicht, dass Deutschland sich ändern muss".

Nach Herrmanns Überzeugung ist die Auseinandersetzung mit radikalem Islamismus nicht nur eine Aufgabe von Polizei und Verfassungsschutz, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche. Er wies darauf hin, dass das kein Problem sei, das nur über Migranten ins Land komme. Mittlerweile hätten sich auch viele Deutsche radikalisiert.

Ehrungen OV Großenseebach

40 Jahre Karl-Josef Wach 10 Jahre Werner Schorr

Ortsverband Heßdorf

Ehrenmitglied Gerd Reif

40 Jahre Gerd Reif und Günter Höfler

35 Jahre Herbert Warter und Herbert Biermann

25 Jahre Roland Müller

20 Jahre Christian Thuselt und Josef Ort

15 Jahre Marco und Friedrich Bertlein, Konrad Reif, Udo Franke

Klaus Gumbrecht

10 Jahre Stefan, Christina und Anita Reif, Friedrich Barthel, Nadine Bertlein,

Sabine Bäreis



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