Bamberg
Umzug

Ein Blick ins neue Bamberger Bürgerrathaus

Vom Gelben Sack über die Passverlängerung bis zur Stromabrechnung - im neuen Bürgerrathaus sollen die Bamberger künftig die passenden Ansprechpartner finden.
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Alle Fotos: Lea Schreiber
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Draußen wird noch unter Hochdruck gearbeitet, Gerüste stehen, die Zufahrt ist noch nicht gepflastert. Doch drinnen füllen sich schon die ersten Büros mit Leben. So haben die Pflanzen von Sozialreferent Ralf Haupt bereits den Umzug von Schloss Geyerswörth ins neue Bürgerrathaus an der Promenade geschafft. Viele städtische Beamte arbeiten derzeit zwischen Umzugskartons, unter anderem werden die Infoschalter vom Rathaus am Maxplatz samt Mitarbeitern ins ehemalige Kreiswehrersatzamt umzuiehen.

Die Schalter sind auch der erste Eindruck, der sich dem eintretenden Besucher künftig bieten wird: Sechs städtische Servicetheken, dazu einer der Stadtbau und zwei der Stadtwerke, dominieren das Erdgeschoss, das wie die darüberliegenden Ämtertrakte über Aufzüge zu erreichen und mit Blindenleitstreifen am Boden ausgestattet ist. Für Familien steht ein Spiel- sowie ein Still- und Wickelraum zur Verfügung. Die Räume sind vor allem weiß und in Holzoptik gehalten, schmale Beleuchtungsstreifen und Deckenglas sorgen für ausreichend Helligkeit.

Zur technischen Ausstattung zählen unter anderem eine moderne Aufrufanlage sowie ein Automat für die digitale Erfassung von Bild, Fingerabdruck und Unterschrift. Über 150 städtische Mitarbeiter werden hier ihren neuen Arbeitsplatz haben, verteilt auf 87 Büros in fünf Stockwerken. Das Ordnungsamt belegt Erdgeschoss und ersten Stock, im zweiten findet sich das Amt für soziale Angelegenheiten, im dritten das Stadtjugendamt und im vierten unter anderem das Sozial-, Ordnungs- und Umweltreferat. Auch Wohngeld kann künftig nicht mehr am Heinrichsdamm, sondern an der Promenade beantragt werden. Von den 8,3 Millionen Euro Gesamtbudget der Teilsanierung des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes hat der Bund 2,6 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm beigesteuert.

"Das Bürgerrathaus ist ein wichtiger Teil der Reform unserer Verwaltung", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD). "Wir können hier noch bürgerfreundlicher, effizienter und transparenter arbeiten." Zugleich wird mit dem Umzug von 100 Arbeitsplätzen aus Schloss Geyerswörth dort der Weg für dringend notwendige Sanierungsarbeiten frei.

Bevor ab Montag, 15. Juli, alle Dienststellen an ihrem neuen Standort im Rathaus am ZOB zur Verfügung stehen, gibt hier bereits am 13. Juli ein großes Bürgerfest, bei dem die neuen Räume besichtigt werden können. Wegen des Umzugs müssen die betroffenen Behörden dann auch von Dienstag bis Freitag kommender Woche schließen. Für einen Notdienst in besonders dringenden Fällen sei jedoch gesorgt.

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