Obergreuth
Lückenschluss

Durch den neuen Radlertunnel geht's zum Keller

Der Radweg zwischen Waizendorf und Obergreuth wurde am Montag offiziell freigegeben. Das 1850 Meter lange Teilstück schließt die Lücke zwischen Bamberg und Frensdorf.
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Rudi Szotkowski aus Waizendorf war einer der ersten, die den Radlertunnel passierten. Foto: Michael Gründel
Rudi Szotkowski aus Waizendorf war einer der ersten, die den Radlertunnel passierten. Foto: Michael Gründel
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Der Ort für den Festakt war mit Bedacht gewählt. Schließlich liegt Obergreuth ein gutes Stück höher als Waizendorf. Und zur Eröffnung des 1850 Meter langen und 2,50 Meter breiten neuen Radweges entlang der Staatsstraße zwischen den beiden Orten sollte dieser nicht nur von radfahrbegeisterten Bürgern, sondern auch von den offiziellen Festgästen befahren werden. Nach dem Festakt mit Begrüßung durch Baudirektor Andreas Eisgruber vom Staatlichen Bauamt, der Festrede von Staatssekretär Gerhard Eck, Grußworten von Landrat Günther Denzler, den Bürgermeistern Jakobus Kötzner (Frensdorf) und Siegfried Stengel (Stegaurach), Musik von den "Straßenmusikanten" - der Kapelle des Staatlichen Bauamts Bamberg -, dem kirchlichen Segen durch die Pfarrer Wolfgang Schmidt und Johannes Wagner-Friedrich sowie dem Durchschneiden des Bandes ging es "erst mal bergab", wie Eck es formulierte.

Gut zwei Dutzend Radler machten sich schließlich auf den Weg hinunter zum technischen Höhepunkt des Radweges. Denn am Fuße des steilen Waizendorfer Berges erwartet Radfahrer die aus Richtung Frensdorf kommen ein Kreisel von etwa 25 Metern Durchmesser und die Durchfahrt durch einen 27 Meter langen Tunnel. Dieser wurde auf besonderen Wunsch aus Stegaurach gebaut, um die Querung der täglich von etwa 3900 Fahrzeugen befahrenen Staatsstraße sicherer zu machen. Die Mehrkosten für Tunnel und Kreisel von rund 200.000 Euro teilen sich die Gemeinde Stegaurach und der Freistaat Bayern als Bauträger. Unumstritten ist das Bauwerk, für das auch der Wertstoffhof in Kaifeck ein Stück versetzt werden musste, nicht. Für Stegaurach sei die Querverbindung im Aurachtal nach Pettstadt vorrangig gewesen, wie Bürgermeister Stengel betonte.

Gut gebremst in gemächlicher Fahrt gestaltete sich die Jungfernfahrt durch Kreisel und Tunnel denn auch problemlos für die Teilnehmer. Zumindest war beim anschließenden Imbiss auf dem direkt hinter dem Tunnel angefahrenen Waizendorfer Keller nichts Gegenteiliges zu hören. Der Lückenschluss in der Radverbindung von Bamberg nach Frensdorf hat nach Angaben des Staatlichen Bauamts 935.000 Euro gekostet. Mit der Fertigstellung gehe ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, betonte Frensdorfs Bürgermeister Kötzner. Mehr als 20 Jahre habe man darauf gedrängt. Den entscheidenden Schub habe schließlich wohl die Anbindung des Bauernmuseums als Außenstelle an die Landesgartenschau gegeben.
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