Bamberg
Valentinstag

Die kleine Lena wird in Sand gebannt

Bei der FT-Aktion mit Irina Titova gewinnt ein Ehepaar aus Mittelfranken und mit ihm seine sechsjährige Tochter.
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In dieses Sandgemälde hat Irina Titova die Vorlage mit Lena verwandelt. Foto: privat
In dieses Sandgemälde hat Irina Titova die Vorlage mit Lena verwandelt. Foto: privat
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Schicken Sie uns ein Foto ihres Liebsten, und Irina Titova gestaltet daraus ein besonderes Geschenk zum Valentinstag: ein Gemälde aus Sand! So lautete der Aufruf im FT vor gut zwei Wochen. Unter den vielen Einsendungen fiel schließlich die Wahl auf das Ehepaar Hantke aus Roßtal bei Fürth - nicht nur, weil ein Foto ihrer Tochter für die beiden eine wunderbare Verewigung ihrer Liebe darstellt, sondern auch weil "ihre" Lena schon von klein auf von der Sandmalerei fasziniert ist.

"Sie schaut sich immer wieder Videos und Berichte darüber an und will dabei auch nicht gestört werden", hatte Vater Adrian zur Bewerbung geschrieben. Als Mutter Christina nun vom Gewinn erfuhr, war sie aus dem Häuschen: "So super schön! Da wird sich Lena wahnsinnig freuen." Als Vorlage hat ein Foto gedient, das bei der Einschulung der Sechsjährigen im vergangenen Herbst entstanden ist.

"Es war gar nicht so leicht, das Bild umzusetzen", erzählt Irina Titova bei ihrem Besuch gestern bei der Mediengruppe Oberfranken. Normalerweise sei es ja einfach, eine Porträt eines Menschen in Sand zu bannen, erzählt sie und fängt sofort an, Sand durch ihre beiden Hände rieseln zu lassen und parallel zwei Augenbrauen, zwei Augen, eine Nase und einen Mund auf ihre von unten beleuchtete Arbeitsfläche zu zaubern. In weniger als einer Minute ist das Gesicht fertig. "Mit einem Stift oder einem Pinsel hätte ich viel länger gebraucht für Licht und Schatten", sagt Titova. Doch ein Porträt von einem Kind sei trotzdem etwas schwieriger, denn die Gesichtszüge werden erst in der Pubertät markanter und weniger glatt. Deshalb sei die "Versandung" von Lenas Bild durchaus eine Herausforderung gewesen, für die sie sich über eine Stunde Zeit genommen hat.

Eine angenehm langsame Kunst

Auf die Sandmalerei gestoßen ist die Russin vor zehn Jahren, als sie im Rahmen ihrer Arbeit als Kunsttherapeutin nach einer Möglichkeit gesucht habe, dass sich autistische und taube Kinder künstlerisch betätigen können. Sie habe sich da selbst sofort in das Gestalten mit Sand verliebt. Inzwischen tritt die 28-Jährige in ganz Europa auf und begeistert die Zuschauer mit ihrer un-modernen, weil langsamen, ja fast meditativen Kunst.

Am 28. März kommt sie mit ihrem Programm "In 80 Bildern um die Welt" - angelehnt an den Klassiker von Jules Verne - in den Kulturboden Hallstadt. Die Veranstaltung ist nahezu ausverkauft, doch Lena darf sich natürlich über exklusive Plätze für sich und ihren Eltern an diesem Abend freuen. Wer die "Queen of Sand" hier verpasst, kann sie kurz darauf am Dienstag, 2. April, um 20 Uhr in der Meistersingerhalle in Nürnberg erleben. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen.



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