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Bamberg
Arbeitsmarkt

Der Winter schlägt zu

Saisonal bedingt stieg im Januar die Zahl der Arbeitslosen im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg deutlich an. In Bamberg waren 2124 Menschen ohne Arbeit.
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15 161 Menschen waren im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg erwerbslos. Diese Zahl entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent, wie die Agentur in ihrer Monatsstatistik meldet. Damit wurden 2564 oder gut 20 Prozent mehr arbeitslose Personen gezählt als im Vormonat.

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Der saisonale Anstieg - also der Anstieg gegenüber dem Vormonat - der Gesamtarbeitslosigkeit war mit plus 12,4 Prozent in der Stadt Bamberg am geringsten und mit einem Plus von 29,3 Prozent im Landkreis Kronach am stärksten ausgeprägt.


Eine viel deutlichere Spreizung zeigt sich im Vorjahresvergleich: Im Landkreis Bamberg stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber Januar 2012 um 0,5 Prozent an, im Landkreis Forchheim ist im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 9,0 Prozent zu verzeichnen.

Im Stadtgebiet Bamberg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen 234 auf 2124. Das waren 94 mehr als im Januar letzten Jahres. Die Arbeitslosenquote stieg daher gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Im Januar meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 182 Stellen, 16 (oder rund 10 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat.

Beim Stellenzugang ist im gewerblichen Bereich kein Schwerpunkt erkennbar. Es gibt eine stärkere Nachfrage nach Erzieherinnen, jedoch sind diese Stellen fast immer befristet, teilt die Agentur mit.

Im Landkreis Bamberg erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 560 auf 3021. Gegenüber dem Vorjahresmonat war aber lediglich ein Anstieg von 0,5 Prozent zu verzeichnen. Es errechnet sich damit wie im Januar 2012 eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent. Aus dem Landkreis Bamberg gingen in diesem Monat 120 Stellenangebote ein. Dies waren 32 oder rund 21 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im gewerblich-technischen Bereich erstreckt sich die Nachfrage nach den unterschiedlichsten Fachkräften. Im Dienstleistungsbereich wurden in diesem Monat besonders Ergotherapeuten, Logopäden und Medizinische Fachangestellte nachgefragt.

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein: "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist ausschließlich jahreszeitlich bedingt. Der Wintereinbruch sowie die Tatsache, dass etliche befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende ausgelaufen sind, erklären das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt. Erfreulich ist, dass der Vorjahresabstand bei der Arbeitslosigkeit - eine Größe, die hauptsächlich die konjunkturell bedingte Arbeitslosigkeit ausweist - wieder geringer geworden ist". G

egenüber dem Vorjahresmonat sei die Arbeitslosigkeit um 4,1 Prozent angestiegen. Im Dezember betrug dieser Anstieg noch 9,3 Prozent. Einen leichten Anstieg können die Statistiker auch beim Zugang an freien Stellen beobachten. Glos: "Insgesamt gesehen bleibt also der heimische Arbeitsmarkt stabil. Dies schließt leider nicht aus, dass es punktuell zu einem Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit kommen kann."

Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg wurden im Januar der Agentur für Arbeit 847 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Dies ist gegenüber dem Vorjahresmonat ein Anstieg von 29 (plus 3,5 Prozent) Stellenangebote.

Bei den Jobcentern erhöhte sich zwar gegenüber dem Vormonat die Arbeitslosigkeit um 441, gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 92. Der Vorjahresvergleich zeigt allerdings, dass die Entwicklung bei den sieben Jobcentern nicht einheitlich verlief. Während im Jobcenter Lichtenfels die Zahl der Arbeitslosen um 7,8 Prozent sank, nahm sie im Jobcenter Bamberg Stadt um 2,1 Prozent zu. Ende Januar waren bei den Jobcentern des Agenturbezirkes 6 214 Personen arbeitslos gemeldet, dies sind rund 41 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen.




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