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Der Landkreis Bamberg hat einen eigenen Film

Seit Kurzem gibt es einen Imagefilm des Bamberger Landkreises. Er soll berühren, die Schönheiten und die Stärken der Region zeigen. Auch Landrat Günther Denzler hat hier noch einen Auftritt.
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Der Landkreis Bamberg hat nun einen neuen Imagefilm, der wirtschaftliche Stärke und touristische Attraktion miteinander verbindet.  Foto: S.Martin/ Homepage Landratsamt
Der Landkreis Bamberg hat nun einen neuen Imagefilm, der wirtschaftliche Stärke und touristische Attraktion miteinander verbindet. Foto: S.Martin/ Homepage Landratsamt
Die Lieblingsszene aus dem neuen Imagefilm des Landkreises: Landrat Günther Denzler, wie er die Treppe herunter kommt und eine Familie begrüßt. "Das berührt einen schon", sagt Susan Gamper, die an der Universität Bamberg Europäische Ethnologie lehrt. Sie hat sich den Film angeschaut, der seit Kurzem auf der Internetseite des Landkreises abrufbar ist.

Und sie empfindet zweierlei: Freude als Bewohnerin, die Region zu sehen, wie man sie empfindet: als herzliche Gegend. Und dann weiß sie natürlich als Wissenschaftlerin, dass dieses Gefühl des Gewohnten auch so gezielt transportiert werden soll: mit schönen Bildern. Was ihr aber auffällt: "Wenn Regionen vorgestellt werden, dann mit ihrer wirtschaftlichen und ihrer kulturellen Stärke."

Vor allem ist ihr aufgefallen, dass gleich zu Beginn die Autobahnen gezeigt werden, noch vor vielen kulturellen Errungenschaften.
Der Film könne so die ländliche Struktur des Kreises durch die Darstellung der guten Verkehrsanbindung auffangen. Auch interessant für Pendler. Der Kulturwissenschaftlerin geht aber vor allem das Herz auf, wenn kulturelle Elemente gezeigt werden: Tänzer, Symphoniker und mehr. Doch was der 29-Jährigen zu kurz kommt, sind jüngere Generationen. So kommt die Jugendkultur im Film nicht vor.

Ein Film, der alle ansprechen soll

"Wir wollen den Kreis als Wirtschaftsstandort und als Fremdenverkehrsregion darstellen", sagt Siegfried Wagner von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Die Film-Idee sei gekommen, da es immer wieder Situationen gebe, in denen der Landkreis vorgestellt werden muss: Auf Messen, bei Besuchen in anderen Ländern, bei Tagungen der Metropolregion und für Unternehmer, aber auch für den einzelnen Touristen sei der Film gedacht.

"Es soll allgemein eine Information sein für jeden, der sich dafür interessiert", sagt Wagner, dem der Film persönlich gut gefällt. Kulturwissenschaftlerin Susan Gamper findet, dass der knapp acht Minuten lange Film grundsätzlich sympathisch rüber kommt.

"Er ist herzlich, so muss er auch sein." Dabei denkt sie an die Szene, in der Landrat Günther Denzler den im Kinderwagen sitzenden Nachwuchs begrüßt. Denzlers Amtszeit endet 2014, es wird ein neuer Landrat kommen, was passiert dann mit so einem Film, so einer Szene?

"Es gibt die Möglichkeit, die Szene mit dem Landrat rauszuschneiden, sie zu ersetzen oder sie weiter zu verwenden", erklärt Stefanie Schuhmann, Pressesprecherin am Landratsamt, auf Nachfrage. Also kann es sein, dass der Film zumindest in Teilen nach den Kommunalwahlen 2014 neu gedreht wird. Zu den Kosten des Films gab es beim Landratsamt keine Auskunft. Das sei Vertragsgeheimnis zwischen Landkreis und der Produktionsfirma TV Oberfranken, hieß es.

Der Film kann hier abgerufen werden.
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