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Bamberg
Advent

Der Krippenweg ist eröffnet

Auf der Altenburg wurde liebevoll Werbung gemacht für einen jahrhundertalten Weihnachtsbrauch.
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Die "fränkische Krippe" in der Burgkapelle auf der Altenburg feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Fotos: Rüdiger Klein
Die "fränkische Krippe" in der Burgkapelle auf der Altenburg feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. Fotos: Rüdiger Klein
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Die Freude darüber, dass mit Wolfgang Metzner der "gewichtigste Bamberger Bürgermeister" die wohl populärste und publikumsträchtigste Ausstellung in der Stadt eröffne, sei außerordentlich groß. Werner Hipelius, Altbürgermeister und Vorsitzender des Altenburgvereins, sprach's und bat damit den sichtlich gut gelaunten Dritten Bürgermeister der Stadt ans Rednerpult. Davor hatte Hipelius als Hausherr auf der Altenburg, der Bamberger Bürgerburg eben, die Ehrengäste aus Feldkirchen in Kärnten, die Festgäste aus der Stadt und dem Landkreis und die Mitwirkenden bei der feierlichen Eröffnung des Bamberger Krippenweges zu Weihnachten 2018 begrüßt.

Metzner, der erklärte, diese Veranstaltung sei für ihn "einer der schönsten Termine im Bamberger Jahreskreis", konterte elegant, nachdem er die Bürgermeister Martin Treffner und Siegfried Huber aus der Partnerstadt Feldkirchen und den Obmann des dortigen Krippenbauvereins, Heinz Eichler, auch namens der Stadt Bamberg willkommen geheißen hatte. Auf die wunderschönen Beiträge der Feldkirchner wies Metzner dann besonders hin und auf zahlreiche Höhepunkte der diesjährigen Ausstellung in der Stadt und im Landkreis.

Im Historischen Museum Bamberg gibt es diesmal unter dem Titel "Klitzeklein. Jesus, Maria und Josef in der Nussschale" Krippen im Taschenformat. Als Museumschefin Regina Hanemann dazu erklärte, es seien in der Ausstellung sogar Krippen in einer Pistazienschale zu sehen, meinte Metzner von Heiterkeit begleitet, es bestehe dann womöglich die Gefahr, dass er eine solche Krippe versehentlich aufesse, wenn bei einer Führung nichts zum Knabbern gereicht werde. Auf der Altenburg jedenfalls war reichlich für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Hatten die Feldkirchner doch Geselchtes mitgebracht und Brot und Kraut mit dazu. Weihnachtlich Süßes und Glühwein mit und ohne Alkohol wurde selbstverständlich auch gereicht.

Weihnachtsklänge im Palas

Im Palas der Burg, deren Verein in diesem Jahr schon sein 200-jähriges Bestehen feiern konnte, wurde die Eröffnungsfeier für den Bamberger Krippenweg vom Don-Bosco-Bläserchor und ihren Turmbläsern mit liebevoll arrangierten Weihnachtsklängen begleitet und von der Ritterschaft zum Goldenen Federkiel zu Babenberg chargiert.

Krippenvereins-Obmann Heinz Eichler und Marcus Geßner, der Vorsitzende der Bamberger Krippenfreunde, lasen im Duett die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Tiere im Stall zu Bethlehem. Und wer hören durfte, wie der Kärntner Eichler ein bisschen im Tonfall des seligen Wiener Volksschauspielers Hans Moser und der wonnig-weich betonende Franke Geßner da miteinander parlierten, der konnte fühlen: Es weihnachtet sehr, wenn gestandene Mannsbilder sensibel, besinnlich und milde werden.

Ein vorweihnachtlich glänzender Auftakt ist den Veranstaltern auf der Altenburg für den Krippenweg in der Stadt und im Landkreis gelungen und eine liebevolle Werbung für das jahrhundertealte Weihnachtsbrauchtum des Krippenbaus und der Krippenschau mit dazu.

In der Burgkapelle konnte man im Anschluss an die Veranstaltung oder auch schon davor einen ersten Blick auf ein Highlight des Krippenweges werfen. Dort ist nämlich liebevoll und detailreich eine fränkische Krippe aufgebaut. Den Prospekt "Weihnachts- und Krippenstadt 2018/2019 - Weltkulturerbe Bamberg - Bamberger Land" kann man im Internet unter www.bamberg.info ansehen oder in allen Tourist-Informationen der Stadt und der Landkreisgemeinden erhalten.

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