Lichtenfels
Garten

Der Herbst ist da: Auf was man achten sollte in der dritten Jahreszeit

Der Herbst steht vor der Tür, die Tage werden kürzer und die Temperaturen langsam niedriger. Nicht nur für den Menschen birgt die Jahreszeit Veränderung, sondern auch für Pflanzen. Es gibt einige Aspekte auf die jeder achten sollte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Herbst kommt. Auf das sollte man sich diesen Herbst einstellen.Symbolbild: Jochen Berger
Der Herbst kommt. Auf das sollte man sich diesen Herbst einstellen.Symbolbild: Jochen Berger

Jetzt platzen sie auf, die Walnüsse. Regen und Sturm haben dabei geholfen, sie abzuwerfen. Sie sollten möglichst schnell eingesammelt werden, damit sie nicht zu lange auf dem feuchten Boden liegen bleiben. Besonders auf der Ackerkrume nehmen die Nusskerne innen durch die Huminsäure eine braune Farbe an. Essbar sind sie aber dann trotzdem noch.

Befall der Walnuss

In diesem Jahr sind auffallend viele Früchte der Walnuss außen schwarz und hutzelig geworden. Dabei handelt es sich um den Befall der Walnussfruchtfliege oder um einen Pilz, mit dem Namen Marssoniakrankheit. Bei dünnschaligen Nüssen kann der Pilz leichter bis zum Kern vordringen und ihn damit ungenießbar machen. Wenn der Befall noch nicht zu weit vorgedrungen ist, sollte man das schwarze Fruchtfleisch abbürsten. Diese Nüsse gilt es aber von den gesunden getrennt aufzubewahren und dann bald zu verzehren. Durch die Große Hitze sind aber viele Früchte innen hohl geworden oder zum Teil ausgebrannt.

Mehr zum Schädling Walnussfliege

So haben die großfruchtigen veredelten Walnüsse auch ihre Nachteile. Die Schale um den Kern ist meistens weicher, so dass der Marssoniapilz leichter ins Innere eindringen kann. Außerdem lieben Krähen und Dohlen solche Nüsse besonders. Zudem schmecken kleinere Nüsse viel besser als die ganz großen. So haben die Bauern früher auf Nussbäume vertraut, die seit Jahrhunderten durch Selektion angepasst wurden.

Gehölz soll nicht mehr gestutzt werden

Das Schneiden an Gehölzen sollte jetzt aufhören. Nach alten Regeln heißt es, dass Wunden nur bis zum 20. September von Bäumen und Sträuchern aktiv abgeschottet werden können, da dann noch Leben im Holz ist. So sind dann die Wunden für den Winter geschützt. Es können dadurch zerstörerische Pilze nicht so leicht ins Holz eindringen. In der Vegetationszeit leiden deshalb die Bäume unter Eingriffen am wenigsten. Das gilt besonders für Süßkirschen und stark blutende Gehölze wie Walnussbäume oder Ahorn. Für diese ist ein Eingriff im Sommer der beste Zeitpunkt.

Im Herbst aussäen

Schnellwüchsige Kurzkulturen wie Schnittsalat, Salatrauke, Löffelkraut und Winterportulak können noch schnell auf abgeernteten Flächen ausgesät werden. In dem noch warmen Boden können sie schnell heran wachsen. Jetzt im Frühherbst ist wahrscheinlich auch damit zu rechnen, dass die trockene Erde mit genügend mit Feuchtigkeit getränkt wird.

Wundermittel Salbei

Der Salbei ist ein besonderes Kraut und sollte in keinem Garten oder auf dem Balkon fehlen. Die außerordentlich heilkräftige Pflanze hat nachweislich eine lebensverlängernde Wirkung. So stoppt Salbei den Heißhunger auf Süßigkeiten und ist somit der ideale Schlankmacher. Man sollte zwischendurch immer wieder an dem Kraut im Garten naschen. Es wirkt zudem antiseptisch und fördert die Verdauung. Auch im Winter behält der Salbei seine Blätter. Es gibt ihn in vielen Arten. Der buntblättrige Salbei ist zudem noch eine Zierde und wirkt zudem dekorativ in Balkonkästen oder Kübeln inmitten von Sommerblumen.

Honigzwiebeln gegen Erkältung

Ein sehr einfaches und wirksames Hausmittel gegen die Erkältung sind Honigzwiebeln. Man gibt kleingeschnittene Zwiebeln zusammen mit Honig in ein Glas und lässt das ganze etwa acht Stunden ziehen. Der Saft wird dann als Medizin in kleinen Schlückchen über den Tag verteilt zu sich genommen. Er schmeckt übrigens sehr gut und wird auch von Kindern gern getrunken.

Igelkinder sind kein Spielzeug

Igelkinder werden oft bis in den September hinein geboren. Es ist also normal, dass zurzeit viele kleine Igel mit ihrer Mutter, oder auch ohne, unterwegs sind. Die Tiere sind kein Spielzeug, auch wenn sie noch so niedlich ausschauen. Die Aufzucht von Igelbabys ist sehr aufwändig und kompliziert. Die Igelmutter macht dies am besten. Nur im Extremfall, wie bei Verletzungen und schwerer Krankheit, kann man eine menschliche Pflege akzeptieren. Hier ist dann auch eine tierärztliche Behandlung notwendig. Für den Igel gilt besonders, Unterschlupfmöglichkeiten das ganze Jahr über anzubieten. Das sind vor allem Reisig- und Laubhaufen, die am besten geschützt in einer Gartenecke kombiniert angelegt werden. Unter immergrünen Gehölzen wie den Eiben oder dem runzelblättriger Schneeball kommt nicht so viel Feuchtigkeit am Boden an, da Nadeln oder grün bleibende Blätter viel Regen und Schnee abfangen können.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren