Hirschaid
Inthronisation

Der Faschingsprinz von Hirschaid übernahm die Zeche

Die Faschingshochburg Häschaa hat neue Regenten: Seine Tollität Sebastian II. und ihre Lieblichkeit Elena II. schwingen das Narrenzepter.
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Das stolze neue Prinzenpaar in Hirschaid: Seine Tollität Sebastian II. und ihre Lieblichkeit Elena II. Foto: Werner Baier
Das stolze neue Prinzenpaar in Hirschaid: Seine Tollität Sebastian II. und ihre Lieblichkeit Elena II. Foto: Werner Baier
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Die "fünfte Jahreszeit" ist heuer superkurz: Schon am 10. Februar, dem Aschermittwoch, "ist alles vorbei". Da gilt es, jede Minute unter der Narrenkappe auszukosten. Und so nahm am Freitagabend die Inthronisation des neuen Häschaadä Prinzenpaares Sebastian II. und Elena II. weit über eine Stunde in Anspruch.

Noch einmal gab Romana Gensel, die sich aus der ersten Reihe der Hirschaider Karnevalisten zurückziehen möchte, ihr Bestes, um das nach Hunderten zählende Publikum zum Klatschen, Schunkeln, zum Fröhlichsein zu animieren. Am Schluss war der Moderatorin tosender Beifall der Aktiven und der Gäste gewiss: Die Hirschaider haben Romana Gensel nicht nur frohe Laune zu verdanken, das weiß jeder.

Und einmal mehr gab XXXL Neubert die Kulisse für ein farbenfrohes Spektakel mit Livemusik von Günter Schramm und Darbietungen der fünf Tanzmariechen sowie ihrer Trainerin Lisa Zeh.


Illustre Gäste aus nah und fern

Als illustre Gäste mischten die Aktiven des befreundeten MCC Mainleus mit seinem in Seigendorf (!) wohnenden Prinzenpaar Rüdiger I. und Andrea II. sowie eine Abordnung der "Roten Funken" aus Berlin mit. Die vorjährigen Regenten, Benjamin I. und Kathrin I., übergaben das Zepter an ihre Nachfolger und ernteten nochmals Applaus.
Wäre das neue Prinzenpaar privat nicht schon gebunden, wäre man geneigt, von einem Traumpaar zu sprechen. So aber dauert die närrische Liaison zwischen dem Küchenmeister und Hoteliers-Sohn Sebastian Werthmann und der Mediendesignerin Elena Stache nur eine kurze Faschings-Session lang.

Für Elena ist es übrigens die zweite hoheitliche Aufgabe in Hirschaid: Die Tochter der "vor 1000 Jahren amtierenden" ersten Faschingsprinzessin Gerlinde Stache verzauberte das Publikum schon mal als Christkind. Inzwischen darf sie mit Schampus anstoßen und versteht sich trefflich darauf, Wiener Walzer zu tanzen: Das ist schon beeindruckend, wenn eine so groß gewachsene, blonde Schönheit mit einem feschen Prinzen aus dem Bilderbuch im Dreivierteltakt über das Parkett schwebt.

Und kleine Mädchen reiben sich dabei die Augen: Sind etwa Barbie und Ken zum Leben erwacht? Jedenfalls lassen sich die schon etwas älteren gern von solch sympathischen Tollitäten zu Untertanen machen. Vor Lachen krümmen wird sich jung und alt vor den närrischen Regenten spätestens bei den beiden Prunksitzungen am 23. und 24. Januar in der Jahnhalle oder bei der Kinderprunksitzung am 17. Januar ebenda.

Sogar Bürgermeister Klaus Homann erwies dem Prinzenpaar seine Reverenz. Ehrerbietig rückte er den Rathausschlüssel und den Schlüssel zum Tresor heraus. Aber bei der derzeit nicht gerade rosigen Finanzlage der Marktgemeinde kann Homann ja auch nur hoffen, dass sich der Panzerschrank bis zum Aschermittwoch ein wenig füllt. Zu holen ist in Häschaa dem Vernehmen nach "ned grod viel".

Umso überraschender war für die Teilnehmer der Inthronisation die Einladung von Prinz Sebastian II. ins elterliche Hotel Göller. Wenn schon der Bürgermeister geizen muss, dann stimmt es doch recht froh und dankbar, wenn der Faschingsprinz die Zeche zahlt. Alle Freibiergesichter und der verjüngte Elferrat zwitschern auf diesem Weg: "Häschaad Hellau!"
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