Buttenheim
Kirche

Der Abschied fällt ihm nicht leicht

Nach fast 13 Jahren seelsorgerischer Tätigkeit in Buttenheim wurde der bisherige Pfarrer Günther Seel in den Ruhestand verabschiedet.
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Pfarrgemeinderatsvorsitzer Johannes Schuberth überreicht Pfarrer Seel zum Abschied ein Gemälde von der Buttenheimer Pfarrkirche. Alle Fotos: Andrea Spörlein
Pfarrgemeinderatsvorsitzer Johannes Schuberth überreicht Pfarrer Seel zum Abschied ein Gemälde von der Buttenheimer Pfarrkirche. Alle Fotos: Andrea Spörlein
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Es war ein beeindruckendes Bild: Die Anwesenheit der Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehren von Buttenheim und Altendorf, des Obst- und Gartenbauvereins Altendorf und des Katholischen Casinos Scheinfeld unterstrichen die Beliebtheit des scheidenden Seelsorgers. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes dankten kirchliche und weltliche Vertreter Pfarrer Günther Seel für sein Wirken vor Ort.

Die Messe zelebrierte er zusammen mit Pater Dawid Blazków von den Salesianern Don Boscos (SDB), sowie mit Pfarrer i. R. Veit Dennert und Pfarrer i. R. Alfred Bayer, bei denen er als Kaplan wirkte, in der voll besetzten spätbarocken Pfarrkirche St. Bartholomäus.

Sichtlich ergriffen sprach Günther Seel davon, wie schwer es ihm fallen würde, nach so langer Zeit Abschied zu nehmen. Er dankte allen für die harmonische und gute Zusammenarbeit und vergaß auch nicht seinen Dank an die evangelischen Mitchristen. Für ihn treffe in der aktuellen Situation der franziskanische Segensspruch zu: "Segne die Bleibenden, segne die Kommenden und segne die Gehenden."

Pfarrer Seel erinnerte sich gerne an die vielen Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten. Er ging auch auf den neuen Seelsorgebereich ein, der nicht von allen Gläubigen nachvollziehbar sei. Die hiesige Pfarrstelle werde nicht mehr besetzt, erläuterte der scheidende Pfarrer und sagte: "Entscheidungen, die man nicht ändern kann, muss man annehmen. Sehen sie die neue Situation, die es so bisher noch nie gab, für die kommende Zeit als Chance der Kooperation und als Herausforderung." Er sprach von der großen Krise in der Kirche, auch im Glauben. Das Stehenbleiben, das Verwalten des Untergangs wäre der falsche Weg. Vielmehr sollte man nach vorne, mit der Zeit gehen, den Mut haben, alte nicht mehr angenommene Gewohnheiten aufgeben, sich Neuem zuwenden und den Aufbruch wagen in eine ungewisse Zeit. Als Hilfe gab er den Gläubigen das Motto mit: "Altes überdenken, Neues schaffen und Gutes erhalten."

Viele gute Wünsche

Am Schluss des Gottesdienstes zogen auch die Kinder und der Leiter der "Kinderkirche" in das Gotteshaus ein und verabschiedeten sich von ihrem Pfarrer mit einem Glückskäfer und einem Lied. Auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johannes Schuberth bedankte sich im Namen aller Buttenheimer, Altendorfer, Ketschendorfer und Dreuschendorfer Christen für die gute Zusammenarbeit und die vielen Impulse für das Gemeindeleben. Er wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute und überreicht Pfarrer Seel zum Abschied ein Gemälde von der Buttenheimer Pfarrkirche.

Den guten Wünschen schlossen sich Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) und sein Altendorfer Amtskollege Karl-Heinz Wagner (CSU) an. Für die kirchlichen Vereine und Verbände sprach Irmi Bayer, vom Katholischen Frauenbund Buttenheim, herzliche Worte des Dankes für das gute und aufgeschlossene Miteinander.

Die Kirchenmusik, der Sängerkreis und die Jugendblaskapelle Buttenheim bereicherten den Festgottesdienst musikalisch.

Nach dem Segen und dem feierlichen Auszug konnten sich die Gottesdienstbesucher noch persönlich von Pfarrer Seel bei einem Stehempfang verabschieden. Davon wurde auch reichlich Gebrauch gemacht und so manche Begegnung und viele schöne Erinnerungen wieder ins Gedächtnis gerufen.

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