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Bamberg
Wirtschaft

Corona ist Gift für den Tourismus in Bamberg

Wo Touristen wegbleiben, kreisen die Pleitegeier. Was fordern betroffene Bamberger Gastronomen?
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Campinginsel Bug ohne Camper  Foto: Ronald Rinklef
Campinginsel Bug ohne Camper Foto: Ronald Rinklef
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Die Campingplätze sind verwaist. Die Hotels leer. Die Gaststätten geschlossen. Die Besucherbüros nur mit Absagen beschäftigt. Was fordern Bamberger Gastronomen? Florian Müller, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, antwortet.

"Die 20-Stunden-Arbeitsregelung müsse gelockert werden, um Wirten, aber auch Mitarbeitern zu ermöglichen, Einbußen wieder reinzuholen, fordert Florian Müller, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands.Der Gesetzgeber müsse außerdem bei der geringfügigen Beschäftigung eine Anhebung von 450 auf 650 Euro Höchstsumme vornehmen. "Damit sich zum Beispiel Studenten ihr verlorenes Geld wieder verdienen können", mahnt Müller. Es brauche weiterhin eine einheitliche Sieben-Prozent-Regelung bei der Besteuerung, fordert der Verband. Beim Kaffee zum Mitnehmen werden nur sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig; wenn der Kaffee drinnen am Tisch getrunken wird, sind es 19 Prozent. Hier brauche es eine Vereinfachung im Steuerrecht.

Sperrzeiten lockern? Bamberg könnte im Sommer an bestimmten Tagen in der Woche die Sperrzeiten lockern, schlägt Müller vor und nennt als Beispiel, an Donnerstagen einen längeren Freisitz zu ermöglichen. Das böte Anreize für Nachtschwärmer. Ein "gemeinsames Kneipenfestival ohne viele Auflagen" wünscht sich Müller ebenso. Dieses könne man gemeinsam mit der Stadt bewerben, um Touristen zu locken. Kein Event auf dem Maxplatz, sondern ein Festival der Lokale. Das müsste man jetzt schon vorbereiten. Die Stadt müsse nun intensiv Werbung betreiben, um innerdeutsche Touristen zu locken, fordert Müller.

Wir haben mit Betroffenen aus Bamberg gesprochen - was sie zu Corona sagen, lesen Sie im Premiumbereich auf infranken.de