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Camping-Apps: Was können die digitalen Begleiter?

Der passende Stellplatz, die günstigste Tankstelle, die besten Routen: Camping-Apps sollen den Urlaub erleichtern. Ein Vergleich der gängigsten Apps.
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Der passende Stellplatz, die günstigste Tankstelle, die besten Routen: Camping-Apps sollen den Urlaub erleichtern. Ein Vergleich der gängigsten Apps. Foto: Ronald Rinklef
Der passende Stellplatz, die günstigste Tankstelle, die besten Routen: Camping-Apps sollen den Urlaub erleichtern. Ein Vergleich der gängigsten Apps. Foto: Ronald Rinklef
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Campingreisen sind in. Vor allem mit Wohnmobilen sind die Deutschen immer häufiger unterwegs - an Wochenenden in der näheren Umgebung oder auch wochenlang in ganz Europa.

Wenig überraschend: Auch für diese Zielgruppe bietet der App-Markt zahlreiche Helferlein, die sich vor oder während einer Tour sinnvoll einsetzen lassen. Voraussetzung sind ein Smartphone oder ein Tablet, das bei den meisten Reisenden wohl ohnehin ins Gepäck gehört. Alle vorgestellten Apps sind sowohl für Android als auch für iOS verfügbar.


Die richtige Reiseroute

Gleich mehrere Apps bieten sich für die Routenplanung an. Da während einer Fahrt die mobile Internetversorgung nicht immer gewährleistet ist, sollte eine Navigations-App Karten offline speichern, so dass eine Planung und Routenführung auch dann möglich ist, wenn keine Internetverbindung besteht. Die kostenlose App "Here WeGo" bietet etwa diese Möglichkeit.

Für die Nutzung als vollwertiges Navigationssystem ist dann lediglich zu beachten, dass nicht alle Tablets über das notwendige GPS-Modul verfügen und Geräte bei aktivierter GPS-Funktion deutlich mehr Strom verbrauchen. Daher ist ein Ladekabel für die 12-Volt-Buchse (Zigarettenanzünder) empfehlenswert.


Unterwegs günstig tanken

Eine errechnete Fahrstrecke führt je nach Entfernung auch mal über eine Autobahn und damit an den teuersten Tankstellen vorbei. Mit Blick auf den erhöhten Spritbedarf eines Camper-Gespanns oder eines Wohnmobils und deren große Tanks ergibt es Sinn, sich nach einer günstigen Tankstelle umzuschauen, denn leicht lassen sich auf diese Weise fünf bis zehn Euro sparen. Dabei helfen Apps wie "ADAC-Spritpreise". Sie ermöglichen die Suche im aktuellen Umfeld oder rund um einen beliebigen Punkt, beispielsweise entlang der Reiseroute. Für jede anzeigte Tankstelle lassen sich die aktuellen Literpreise abrufen. So zeigt sich schnell, ob sich der entsprechende Umweg lohnt.


Den perfekten Stellplatz finden

Apps, die Campingplätze auflisten, gibt es viele. Bei speziellen Stellplätzen für Wohnmobile ist das Angebot schon übersichtlicher. Richtige Insidertipps, insbesondere zu kostenlosen Stellplätzen, liefern vor allem "Stellplatz-Radar" und die App "Stellplätze" der Internet-Community "Campercontact". Von beiden Apps gibt es kostenlose Versionen, die jedoch nicht alle Informationen liefern.


Am Stellplatz ausrichten

Hier könnte sich die Investition von 4,99 Euro für die Plus-Version von Stellplatz-Radar lohnen; beziehungsweise von 5,49 Euro für die Vollversion von "Stellplätze" - eine kostenlose Übernachtung, und die Unkosten sind dabei. Beide Apps bieten neben Beschreibungen auch Nutzer-Bewertungen von Stell- und Campingplätzen. Welcher Camper kennt nicht das Problem, dass der Stellplatz nicht eben ist, so dass Wohnmobil oder Wohnwagen schräg stehen? Mit Hilfsmitteln lässt sich das korrigieren. Aber schnell geht dabei das Gefühl verloren, ob sich Bett, Tisch und Herd denn nun in der Waagerechten befinden.

Hier kann eine Wasserwaage helfen - oder das Smartphone. Denn dank der entsprechenden Sensoren können die meisten Geräte feststellen, ob sie schräg oder gerade auf einer Oberfläche liegen. Entsprechende Apps, die eine Wasserwaage simulieren, gibt es mehrere. Optisch nett aufgemacht und kostenlos ist die App "Wasserwaage".


Informationen für Auslandreisen

Mit dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil von Deutschland durch Österreich und Italien nach Kroatien - eine gängige Camper-Route. Doch auf einer Fahrt durch mehrere Länder gibt es Einiges zu beachten. Die kostenlose App "Mit dem Auto ins Ausland" des Zentrums für europäischen Verbraucherschutz liefert Auskunft. Nach dem Anklicken der Reiseländer und der Angabe des Fahrzeugtyps lassen sich fünf Länder auf einer Route auswählen. Im Anschluss liefert die App Informationen zu den erforderlichen Dokumenten, der Maut, möglichen Zollbestimmungen und vor allem den Verkehrsregeln.


Gut ins Gespräch kommen

Ob beim Einkaufen, im Restaurant oder eben auch auf dem Campingplatz: Im Ausland ergeben sich immer wieder Situationen, in denen Kommunikation gefragt ist. Aber wer beherrscht schon alle europäischen Sprachen? Das Smartphone tut es - mit Hilfe der entsprechenden App.

Eine kostenlose Variante ist der "Google Übersetzer". Hier lassen sich Wortschatzdateien für viele Sprachen laden, so dass sich die App auch ohne Internetverbindung nutzen lässt. Ganze Sätze übersetzt die App ebenso wie einzelne Wörter. Die Eingaben sind dabei wahlweise per Tastatur oder Mikrofon möglich. Die Übersetzung liest die App auf Wunsch auch direkt vor.


Ausblick


Ebenso wichtig für die Ferien: In der kommenden Woche gehen wir an dieser Stelle auf die Internet-Nutzung im EU-Ausland ein.

Zahlen und Fakten zum Camping in Deutschland finden Sie hier.

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