Bamberg
Verkehrsverbund

Busfahren in Bamberg wird bald teurer

Der letzte Schritt zum Beitritt der Stadt Bamberg zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg: Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember kommen in Bamberg Tarifänderungen sowie eine weitere Preiserhöhung. Einzelheiten erfahren Sie in unserem Artikel.
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Rein äußerlich bleibt hier am ZOB, wo Peter Scheuenstuhl, der Verkehrsbetriebsleiter der Stadtwerke, steht, alles beim Alten. Allerdings werden in Kürze für die Nutzung der Busse Preise verändert werden.  Foto: RiegerPress
Rein äußerlich bleibt hier am ZOB, wo Peter Scheuenstuhl, der Verkehrsbetriebsleiter der Stadtwerke, steht, alles beim Alten. Allerdings werden in Kürze für die Nutzung der Busse Preise verändert werden. Foto: RiegerPress
Als im Jahre 2010 der Beitritt Bambergs zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) vollzogen wurde, hatte die Stadt beschlossen, einen Übergangszeitraum von fünf Jahren mit eher gemäßigten Preisen einzuführen. Ab dem 31. Dezember dieses Jahres endet die Übergangsphase und Bamberg wird vollständig im VGN integriert sein. Zuvor jedoch wird eine letzte Anpassungsstufe notwendig. "Unser Ziel war und ist es noch immer, die Besonderheiten des Bamberger Tarifsystems wie die beliebte Einkaufskarte auch weiterhin für unsere Fahrgäste anbieten zu können", betonte der Verkehrsbetriebsleiter der Stadtwerke, Peter Scheuenstuhl, im Rahmen eines exklusiven Pressegesprächs.

Zwei fallen weg, eine bleibt
Die Einkaufskarte werde es genauso wie die Familienkarte oder das Park&Ride-Ticket auch nach dem endgültigen VGN-Beitritt weiterhin geben. Wegfallen hingegen würden das DB-Übergangsticket sowie die Einkaufskarte für die Zone 2. Der Wegfall letzterer allerdings, so betonte Scheuenstuhl, sei eine Entscheidung des Landkreises gewesen.

Im Gegenzug wird es aber eine ganze Reihe von neuen Tarif-Angeboten geben. So haben Fahrgäste dann beispielsweise die Wahl zwischen einer 7-Tage-MobiCard, die werktags ab 9 Uhr von bis zu sechs Personen genutzt werden kann, oder einer 31-Tage-MobiCard. Beide ersetzen das bisherige Jedermann-Ticket und sind nicht personenbezogen und übertragbar. "Wer die Busse der Stadtwerke nur in den Wintermonaten nutzen möchte, kann künftig auch ein Fahrkartenabo für drei oder sechs Monate nutzen", berichtete der Verkehrsbetriebsleiter. Schüler, Studenten und Auszubildende hingegen bekommen einen Verbundpass mit vergünstigten Wochen- oder Monatswertmarken.

Mit der Einführung der neuen Tarifstrukturen verbunden ist auch eine Preisanpassung. So kostet der Einzelfahrschein ab nächstem Jahr 1,80 Euro, die 4er-Streifenkarte 6,20 Euro und die Bamberger Einkaufskarte 23,80 Euro. Lediglich die Monatsfahrkarte für Schüler, Auszubildende und Studenten wird billiger und sinkt von 31,50 Euro auf 29,80 Euro. Preislich gleich hingegen bleiben die Einzelfahrkarten für Kinder und die Park&Ride-Tagestickets.

Sorgen muss sich keiner machen
"Um unsere Fahrgäste bestmöglichst zu informieren, werden wir zudem in den nächsten Tagen alle Kunden anschreiben, deren Abokarten ab 2015 nicht mehr im Angebot sind", sagte Scheuenstuhl. Dabei werde man ihnen auch mögliche Alternativen anbieten. Sorgen müsse sich auch keiner machen, dessen Fahrkarten es nicht mehr gibt. Denn sie behalten bis zum Ablauf ihre Gültigkeit. Parallel zu den Anschreiben gibt die Broschüre "Jetzt voll dabei" einen umfassenden Überblick über alle Neuregelungen. Sie wird an alle Haushalte mit dem Stadtwerke-Kundenmagazin am 09. Dezember verteilt. Sie ist zudem im Kundencenter am ZOB erhältlich, wo sich Fahrgäste auch persönlich informieren können. "Fragen vor Ort am ZOB werden ferner am 19. Dezember zwischen 12 und 18 Uhr am Infobil des VGN beantwortet", sagte Scheuenstuhl.

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember werden an einigen Bushaltestellen die Abfahrtszeiten der Busse um wenige Minuten angepasst. Damit wolle man den Nahverkehr in Bamberg, besonders den Schulverkehr, noch pünktlicher machen.

Anzahl der Fahrten steigt
Aber auch die Anzahl der Fahrten werden erhöht. Auf den Linien 902 (Stadion), 906 (Bischberg) und 930 (Park&Ride Heinrichsdamm) wird montags bis freitagabends jeweils eine zusätzliche Fahrt angeboten.
Und das Angebot des Anruf-Linien-Taxis auf der Linie 904 bis Hallstadt wird verlängert. Mit der Erschließung des neuen Wohngebietes in der Nato-Siedlung wird auch das Busangebot erweitert. "So wird es künftig auf der Linie 902 eine neue Bushaltestelle Kastanienstraße geben. Sie wird montags bis freitags im 15-Minutentakt angefahren, samstags im Halbstundentakt und sonn- und feiertags stündlich", resümierte Scheuenstuhl.
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