Burglesau
Verkehr

Burglesau kann wieder aufatmen

Die umfangreichen Bauarbeiten in dem Scheßlitzer Stadtteil sind abgeschlossen. Die Bürger mussten fast fünf Jahre lang erhebliche Einschränkungen hinnehmen.
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Partiell wurde der zuvor unterirdisch geführte Bachlauf wieder geöffnet. Udo Billen
Partiell wurde der zuvor unterirdisch geführte Bachlauf wieder geöffnet. Udo Billen
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"Gott sei Dank" - kürzer und treffender hätte man/frau es gar nicht ausdrücken können. Genannt werden wollte die Burglesauer Bürgerin dennoch lieber nicht. Aber die Erleichterung stand ihr förmlich ins Gesicht geschrieben. Denn seit fast fünf Jahren leben sie jetzt um und in Burglesau herum auf einer Baustelle.

Nahezu die gesamte Infrastruktur des Ortes war dringend auf den Stand der Technik zu bringen. Der Ort wurde zu Beginn der Maßnahmen ans Kanalnetz und an die Fernwasserversorgung angeschlossen. Anschließend wurde die Gemeindeverbindungsstraße von der Staatsstraße 2210 bis zum Ortseingang erneuert. Dann wurde mit der Ortsdurchfahrt begonnen. Zwar zum Nutzen der Bürger, aber dennoch nicht ohne erhebliche Einschränkungen und Belastungen in dieser Zeit.

Das Ende der Straßenbaumaßnahme von Ortseingang bis Ortsausgang und auf ganzer Länge durch den Ort ist jetzt gekommen. Endlich, denn allein die Straßenbaumaßnahme im Ort zieht sich jetzt schon ins dritte Jahr. "Aufgrund der Tallage mit der einzigen Zufahrt musste die Maßnahme in kleinere Abschnitte unterteilt und wechselnde Umleitungsstrecken ausgewiesen werden", so dazu das Planungsbüro. Der guten Binnenkonjunktur geschuldet, kam noch "die Auslastung der Baufirmen" erschwerend hinzu. All das brachte eine zusätzliche Verlängerung der Bauzeit und Belastung der Bewohner mit sich.

Ein Gutes hat die lange Bauzeit indes doch, denn durch den zwischenzeitlichen Wegfall der berühmt-berüchtigten Straßenausbaubeitragssatzung fallen "zudem für die Bürger keine Beiträge für den Straßenbau mehr an", wie es aus dem Rathaus hieß.

Maßnahmen für rund 2,3 Millionen

In dieser Zeit wurde aber nicht nur die Ortsstraße mit Anbindungen und einer Verkehrsinsel am Ortseingang auf einer Ausbaulänge von 1,5 Kilometern neu gestaltet, sondern auch die Straßenbeleuchtung erneuert. Kanalbaumaßnahmen mit einer Länge von rund 630 Metern wurden ebenfalls durchgeführt. Außenwasserableitungen wurden verbessert, ein vorher unterirdisch geführter Bachlauf teilweise wieder geöffnet sowie eine Uferbefestigung angelegt.

Die Stromleitungen laufen jetzt nicht mehr oberirdisch, sondern wurden in die Erde verlegt. Gleichzeitig wurden Leerrohre zur Aufnahme von Mikrokabelrohren für die Anbindung der Gebäude mit Glasfaser eingezogen. Die Kosten für den Bauabschnitt belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme über das Amt für Ländliche Entwicklung.

Staubige Buckelpiste

Allerdings sah es vor Beginn der Bauzeit in Burglesau auch nicht viel besser aus als während der Baumaßnahmen, wie ein älterer Bewohner berichtet. "Eine Buckelpiste" in schlimmstem Zustand. Und "Staub aufwirbelnd" obendrein. Seit Jahren. Das hat nun ein Ende. Mit dem Aufbringen der Asphaltdeckschicht in der vergangenen Woche ist "der Ort komplett staubfrei wieder zu befahren", wie Erster Bürgermeister Roland Kauper (CSU) resümierte und hinzu setzte, dass dies "auch besonders für die örtliche Gastronomie wichtig ist." Das kann man in Burglesau nur bekräftigen. Zumindest einige "Gäste von außerhalb wollten erst wiederkommen, wenn die Baumaßnahmen vorbei sind", hieß es. Dem steht jetzt nichts mehr im Wege.

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