Lisberg

Breitbandausbau in Lisberg und Priesendorf: So geht es aufwärts

Für jeweils 50.000 Euro mehr an Förderung beim Breitbandausbau arbeiten die beiden Nachbargemeinden Lisberg und Priesendorf zusammen. Auch die freiwillige Feuerwehr setzt auf fruchtbares Teamwork.
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Die Trabelsdorfer Feuerwehr bei einem erfreulichen Einsatz: Zur Kirchweih stellen sie den Baum vor dem Schloss auf.  Archivfoto: Anke Lau
Die Trabelsdorfer Feuerwehr bei einem erfreulichen Einsatz: Zur Kirchweih stellen sie den Baum vor dem Schloss auf. Archivfoto: Anke Lau
Um die Fördermöglichkeiten beim Breitbandausbau zu steigern, soll die interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Priesendorf vorangetrieben werden. Dazu gründen beide Gemeinden eine Arbeitsgemeinschaft, um ihre Planungen miteinander abzustimmen und das Auswahlverfahren in engem zeitlichen Zusammenhang unter Hinweis auf das benachbarte Erschließungsgebiet durchführen.

Die Kosten für den Breitbandausbau trägt jede Gemeinde anteilig. Priesendorf und Lisberg arbeiten bereits seit mehr als 25 Jahren in einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen, so dass sich das interkommunale Verfahren hier besonders anbietet. Hans-Jürgen Rauscher betreut als zuständiger Sachbearbeiter der Bauabteilung beide Gemeinden.


Lisberg hat bereits ein Startgeld erhalten

Aktuell hat die Gemeinde Lisberg bereits ein Startgeld von 5000 Euro für die Planungen durch ein Ingenieurbüro erhalten. Auch laufen bereits Gespräche mit verschiedenen Marktanbietern, welches Verfahren für die einzelnen Haushalte das praktikabelste ist. Gemeinderat Harald Schneider (ÜPL) befürchtet, dass für die Anschlüsse die Straßen aufgerissen werden müssen. Doch Bürgermeister Michael Bergrab (ÜPL) beruhigt. Es bestehen auch die Möglichkeiten, durch den Kanal zu verkabeln oder aber unterirdisch bis an die Gebäude zu "schießen". Noch werde aber diskutiert, ob die Anbindung tatsächlich bis an die Gebäude oder bis zu den Verzweigerstellen erfolgen soll. Die Gemeinde Lisberg wird bei der Abwicklung der einzelnen erforderlichen Verfahrensschritte durch die beauftragte Firma IK-T aus Regensburg sowie dem Vermessungsamt unterstützt.

Für den Breitbandausbau erhält die Gemeinde Lisberg nach der neuen Breitbandrichtlinie des Freistaats Bayern einen Fördersatz von 80 Prozent und somit einen Förderbetrag von 570.000 Euro. Durch die Zusammenarbeit mit Priesendorf sollen weitere 50.000 Euro fließen.


Gemeinsam Kosten sparen

Auch die freiwilligen Feuerwehren Lisberg und Trabelsdorf arbeiten immer häufiger zusammen. Bei Übungen und Einsätzen stimmen sie sich ab, sogar die Sirenen sorgen für gemeinsame Alarmierung beider Wehren. Sie teilen sich, angeregt durch die Kreisbrandinspektoren die Aufgaben.

Die Lisberger Wehr hat sich mit ihrer Ausstattung eher auf den Brandschutz spezialisiert, die Trabelsdorfer sind für technische Hilfeleistungen wie nach Unwettern oder Unfällen gerüstet. Jetzt sollen eine Wärmebildkamera, ein Hebekissen mit Zubehör und eine Motorsäge angeschafft werden. Durch ein Sonderförderprogramm der Regierung von Oberfranken können die Kosten um fast drei Viertel gesenkt werden. Die Gemeinde übernimmt für die Wärmebildkamera noch einen Eigenanteil von knapp 940 Euro. Hebekissen und Motorsäge kosten zusammen weitere 3527 Euro. Allerdings sind diese Summen nicht im aktuellen Haushalt enthalten, so dass der Gemeinderat darüber zu entscheiden hatte.

Wer in der Gemeinde Lisberg seine alte Heizungspumpe austauscht, soll damit ab 2015 mit 30 Euro belohnt werden. Mit einer Stimme Mehrheit konnte sich der Gemeinderat nach intensiver Diskussion dazu durchringen, ein entsprechendes Heizungspumpen-Austauschprogramm auf die Beine zu stellen. Damit sollen die Bürger angeregt werden, einen der größten Stromfresser in ihrem Haushalt auszurangieren.


Anreiz zum Energiesparen

Nach dem Vorbild von Oberhaid und Gundelsheim, wo dieses Programm schon seit etwa fünf Jahren läuft, soll, wer die Pumpe von einem Fachbetrieb gegen Rechnung austauschen lässt, 30 Euro erhalten. Das sind je nach Pumpentyp und Einbaukosten etwa zehn Prozent der Kosten. Anlass dazu war unter anderem das Energiekonzept, das die VG gemeinsam mit Bürgern und dem Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt GmbH aus Regensburg, ZREU, erstellt hat. Ziel des Energiekonzeptes ist es, möglichst viel Energie einzusparen.
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