Bamberg
Klinikum

Blick in den vierten Bamberger Bettenturm

Das Klinikum wächst. Wenn am 24. September der untere Teil des Anbaus in Betrieb geht, wird oben noch gearbeitet.
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Rundgang durch die Baustelle: Xaver Frauenknecht, der Vorstandsvorsitzende der Sozialstiftung
Rundgang durch die Baustelle: Xaver Frauenknecht, der Vorstandsvorsitzende der Sozialstiftung
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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wird am Donnerstag den neuen, vierten Bettenturm des Bamberger Klinikums am Bruderwald besichtigen - zumindest den unteren Teil. Denn in den oberen Etagen wird dann noch gearbeitet. Sechs Tage in der Woche wird hier geschweißt, gehämmert und geweißelt. Die Stockwerke 2 bis 6 sollen am 24. September in Betrieb gehen, im März 2019 soll der gesamte Bettenturm fertig sein. 55 Millionen Euro kostet das Mammutprojekt, 39 Millionen Euro zahlt der Freistaat - kein Wunder, dass Söder sich das Ergebnis ansehen möchte.

Der neue Bettenturm wird 53 Ein- und 131 Zweibettzimmer beherbergen. Drei-Bett-Zimmer sollen dann der Vergangenheit angehören. "Den neuen Standard der Ein- bis Zweibettzimmer haben wir uns selbst gesetzt", erklärt Xaver Frauenknecht, Vorstandsvorsitzender der Sozialstiftung. Das Klinikum ist Arbeitgeber für rund 2400 Mitarbeiter und versorgt jährlich rund 44 000 Patienten stationär und rund 135 000 Patienten ambulant.

Rund 200 neue Arbeitsplätze sollen im Zuge der Erweiterung entstehen. Die Personalsuche sei eine Herausforderung, berichtet Frauenknecht, während er durch die Baustelle führt. Je weiter er bei seinem Rundgang nach oben steigt, desto mehr Handwerker sind noch beschäftigt. Um Zeit zu sparen, werden die Nasszellen in fertigen Modulen geliefert und eingebaut.

Die Kinder- und Jugendpsychosomatik in Ebene 2 gab es vorher in Bamberg nicht. Sie ergänzt die Psychosomatik in Ebene 3. Auch Stockwerk Nummer 4 beherbergt künftig eine neue Abteilung für Integrative Medizin und Naturheilkunde. Darüber zieht der Bereich Neurologie samt Stroke-Unit und Frührehabilitation - vom Michelsberg - ein. Auch die Geriatrie wird teilweise vom Michelsberg in Ebene 6 verlegt. Die Stockwerke 7 bis 10 dienen der Standortverbesserung für bestehende Abteilungen aus dem Haus, um mehr und kleinere Zimmer zu schaffen. Die Ebenen 11 bis 12 sind der Neurologischen Rehabilitation vorbehalten. Während ganz oben im 13. Stock die Geburtshilfe, Gynäkologie und die Abteilung für kranke Kinder wächst.

"Hier oben schaffen wir einen Hubschrauberlandeplatz", sagt Frauenknecht, als er auf dem Dach angekommen ist, wo noch Gerüste und Eisenträger liegen. Der Vorstandsvorsitzende deutet nach unten: Der bisherige Landeplatz weicht. Ein Grüngürtel soll um das Klinikum entstehen.

Und Parkplätze. Mittelfristig soll der Park-and-Ride-Platz an der Würzburger Straße genutzt werden. Langfristig soll eine Zufahrt über die Waizendorfer Straße samt großer, mehrstufiger Parkplatzanlage geschaffen werden. Aber das ist noch Zukunftsmusik.



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