Bischberg
Weihnachtsmarkt

Bischbergs Nikolaus kam wirklich vom Himmel

Jedes Jahr lassen sich Bischbergs Weihnachtsmarkt-Macher was Besonderes einfallen. Dieses Mal kam eine himmlische Truppe aus 30 Metern Höhe hernieder.
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Kein Ufo über Bischberg, sondern nur der Nikolaus, der vom Nachthimmel herabfliegt. Foto: Barbara Herbst
Kein Ufo über Bischberg, sondern nur der Nikolaus, der vom Nachthimmel herabfliegt. Foto: Barbara Herbst
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"Vom Himmel hoch, da komm ich her ..." Mit Fug und Recht hätte das der frühzeitig in Bischberg eingeschwebte Nikolaus rezitieren können. Er wählte Storms Klassiker "Drauß vom Walde komm ich her", als er aus luftigem 30-Meter-Winterhimmel zusammen mit dienstbeflissenem Knecht Rupprecht und anmutigender Engels-Lara auf das gespannt wartende Weihnachtsmarktvolk herniederschwebte.

Heuer also mit Autokran, stellten eingefleischte Weihnachtsmarktbesucher fest, die vom ersten Markt an mit einem besonderem Transportmittel des heiligen Mannes überrascht wurden. "Das ist wohl kaum noch zu toppen", stellte Michael Dütsch fest, seines Zeichens Verwaltungschef im Bischberger Rathaus. Wie er erzählt, kam der Nikolaus beim Premieren-Weihnachtsmarkt ganz traditionell - mit einer Pferdekutsche. Beim darauffolgenden Weihnachtsmarkt mit Fischerschelch, im Anschluss mit Trike und vergangenes Jahr im Golfmobil.

Der diesjährige Bischberger Weihnachtsmarkt ist also erst der fünfte seiner Art. Wieso das? Die Antwort weiß keiner, nur aber, dass die Zweite Vorsitzende des Ortskulturrings (OKR) Michaela Dütsch-Albert die Idee dazu hatte. Und zwar deshalb, weil der Markt zur 1000-Jahrfeier im Jahr 2013 so gut angekommen war.

Besondere Attraktion

Die OKR-Organisatorin war es auch, die gleich für den ersten Weihnachtsmarkt eine besondere Attraktion haben wollte - einen richtigen Nikolaus. Da gibt es in Bischberg einen, der die passende Nikolaus-Statur und richtige Nikolaus-Einstellung (Kinder liebend gern beschenken) hat: Bürgermeister Johann Pfister. "Ein vielgefragter Nikolaus", wie Insider wissen. Er sagte gleich zu Beginn sofort zu. Gemeinderat Raimund Meister wiederum lieh das kostbare Nikolaus-Gewand, das der Vater eigens für eine Schützenweihnachtsfeier in Gaustadt vor vielen Jahren eigens für Pfister hatte schneidern lassen. Es passt immer noch.

Freilich "dauert a es schon eine Zeit, bis er im Kostüm ist", weiß Michaela Dütsch-Albert, die stets auch eine Ankleidefrau organisiert. Heuer ist es zumindest das letzte Mal, dass Pfister als amtierender Bürgermeister den Nikolaus gibt. Denn aus Altersgründen muss er abtreten, also als Bürgermeister. Auf jeden Fall genoss er diesen Auftritt: Höhenangst? Kein Thema. Auch nicht für Engelchen Lara, bei ihrem Vater ist sie oft auf Hebebühnen, wie zu erfahren war. Gewichtstechnisch hätten Engelskolleginnen Marlene und Mia auch mit nach oben gekonnt - bei zulässigen 600 Kilo. Doch auf 120 mal 120 Zentimetern, also gute Duschkabinengröße wäre es zu eng gewesen.

Andreas Then, der die Idee mit dem Autokran hatte, sorgte zusammen mit Kranführer Uwe Eggemann für sicheres Einschweben der Himmelsboten. Bis er auf Erden ein gar nicht so mürrischer Knecht Rupprecht sein durfte, nutzte Friedrich Ziegler (Dritter OKR-Vorsitzender) die luftige Höhe, um den Weihnachtsmarkt aus himmlischer Perspektive zu dokumentieren. Freilich hatten er und Pfister im Vorfeld des Auf schwebens sich beieinander über die kratzigen Bärte beklagt.

"Der ist sich nicht zu schade für so was", zollte ein Bischberger dem Nikolaus-Bürgermeister Respekt, und meinte stolz: "So was gibt es nur in Bischberg." Auch mit Bart erkannten die Bürger Pfister ohne Probleme. Problemlos ließ die Krantechnik die Himmelsboten auf den Weihnachtsmarkt herniederschweben, wo sich die Kleinsten schon auf Süßigkeiten aus dem Präsentefundus des Nikolaus' bedienen durften.

Vom Nachmittag und bis in den Abend fand rund ums Alte Rathaus vorweihnachtliches Treiben statt. "Und in 20 Jahren kommt der Nikolaus dann im Ufo zu uns" , scherzten einige nach diesem Auftritt.

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