Bischberg
Engagement

Bischbergs Ferienprogramm braucht Helfer!

Was haben Ferienprogramm, Bücherei und Spielplätze gemeinsam? Für alle engagieren sich Gemeindebürger in vorbildlicher Weise - ehrenamtlich. Was genau sie tun, erklärten Ulla Scharf, Kreszentia Nüßlein und Joachim Bickel.
Artikel drucken Artikel einbetten
Eine Veranstaltung mit Lollis - auch dies basiert auf ehrenamtlichem Engagement. Foto: Ulla Scharf
Eine Veranstaltung mit Lollis - auch dies basiert auf ehrenamtlichem Engagement. Foto: Ulla Scharf
+8 Bilder
Es waren mehr als freundliche Worte, die in der letzten Gemeinderatssitzung dieses Jahres gewechselt wurden. Neben den netten Grußadressen der jeweiligen Fraktionen wurde auch einmal ganz deutlich und intensiv Dank gesagt, mehrfach und allen voran von Bürgermeister Johann Pfister (BI). Sein Lob galt insbesondere drei Mitgliedern des Gremiums, die sich in herausragender Weise zusätzlich zur Gemeinderatsarbeit ehrenamtlich für die Gemeinde engagieren: Ulla Scharf, die seit Jahren das gemeindliche Ferienprogramm auf den Weg bringt, Kreszentia Nüßlein, die gemeinsam mit ihrem Team die erneuerte Bücherei "managt", sowie Joachim Bickel, der sich mit Mitstreitern seiner Arbeitsgruppe einem "Spielplatzkonzept" widmet.

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder - berichtet Jugendbeauftragte Ulla Scharf über ihr Hauptbetätigungsfeld: das gemeindliche Ferienprogramm.
Alle Jahre wieder bedauert sie, dass sich so wenig Vereine beteiligen. Das Programm an sich werde insgesamt gut und in der Hauptsache von acht bis elfjährigen Kindern angenommen. In der Regel um die 100 Kindern beteiligten sich an den 21 Veranstaltungen. 24 waren geplant, drei mussten mangels Nachfrage abgesagt werden. Sie habe alle Veranstaltungen vorbereitet, 13 selbst organisiert, was "eine Wahnsinnsanstrengung" sei. Bei zwei habe sie geholfen und letztlich auch ein kleines Helferteam gehabt. Das dürfte ruhig wachsen.

Runder Tisch

Fürs kommende Jahr regte sie einen Runden Tisch mit den Jugendleitern der Vereine an, um neue Veranstaltungen zu entwickeln. Die Kinder übrigens, die am meisten Punkte beim Besuch der Veranstaltungen gesammelt hatten, dürfen mit dem Bürgermeister Bowlen gehen, die Alternative wäre gewesen, mit ihm ins Kino zu gehen. "Es gibt so schöne Filme," kommentierte Pfister in Vorfreude auf das Treffen. Der Lohn für die Arbeit der Jugendbeauftragten jedenfalls war lang anhaltender Applaus und Haushaltsmittel in Höhe von 4000 Euro fürs Ferienprogramm 2015. "Ohne Ulla geht gar nix," stellte Pfister zur Organisatorin und Motivatorin anerkennend fest.

Mit viel Applaus bedacht wurde im Anschluss auch Kreszentia Nüßlein, ehrenamtliche Leiterin der Öffentlichen Bücherei St. Markus, wobei der ihr Team einschloss. Nüßlein berichtete ausführlich über die Entwicklung der Bücherei seit dem Neustart vor drei Jahren. Nach einem Dornröschenschlaf sei ein "Erfolgsmodell" entstanden, befand Pfister. Nüßlein berichtete von der vielfältigen Arbeit des nunmehr auf elf Mitarbeiter angewachsenen Teams. Besonders stolz ist sie dabei darauf, dass sich auch schon zwei Kinder engagieren.

Fast 10.000 Entleihungen

In diesem Jahr hat das Team allein 1600 dokumentierte Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet. Medientechnisch und ausbildungsmäßig sei man auf neuestem Stand, werde gut akzeptiert und sei mit Schule und Kindergarten vernetzt. Die Bücherei hat überdies schon etliche Auszeichnungen bekommen. Die Akzeptanz der Bücherei belegten zudem die Entleihzahlen von bald 10 000 in diesem Jahr. Am Ende ihrer Ausführungen erklärte Kreszentia Nüßlein den Grund für ihre Ausführungen: "Wir wollten, dass Ihr seht, das Geld das Ihr uns gebt, ist gut angelegt." Sie beendete ihre Ausführungen mit einem Wunsch: "Einen Bürostuhl und zwei Schreibtische, die halbwegs bequem sind".

Erst mal einen Riesenapplaus

Vorerst wollte Pfister "der Mutter der Kompanie" und deren Team allerdings nur einen Riesenapplaus geben.
Ähnlich heftig bedacht wurde im Anschluss Joachim Bickel. Er gab für die neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe "Spielplatzkonzept" einen Sachstandsbericht. Demnach hat sich die Arbeitsgruppe, der auch Gemeinderätin Carola Gerhardt angehört, einmal alle gemeindlichen Spielplätze angesehen, sie mit den eigenen Kindern einem "Härtetest" unterzogen. Die befänden sich zwar durchwegs auf attraktiven Flächen. Die Attraktivität der Geräte hingegen weise große Unterschiede auf. Bickel schlug vor, jedem Spielplatz einen eigenen Namen zu geben etwa Piratenspielplatz oder Ritterspielplatz und jeden an das Gelände anzupassen. Im Tal beispielsweise mit Hängebrücke. Nötig seien Bänke für Eltern. Welche Spielplätze als erstes in Angriff genommen werden, soll das Ergebnis einer Fragebogenaktion zeigen. Gut wäre. Wenn Eltern und Kinder sich an der Neugestaltung beteiligen. Insgesamt werde die Mitarbeit der Bürger erwünscht, die nächste Zusammenkunft der Arbeitsgruppe am 13. Januar um 18 Uhr im Rathaus.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren