Scheßlitz
Besuch

Bescherung am Krankenbett

Um den Patienten etwas Licht und Freude zu bringen, besuchte Landrat Johann Kalb kurz vor Weihnachten die Landkreiskliniken in Scheßlitz und Burgebrach.
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Ingrid Heinze aus Bamberg fühlt sich in der Jraklinik sehr gut aufgenommen und freut sich über den weihnachtlichen Besuch.Fotos: Joseph Beck
Ingrid Heinze aus Bamberg fühlt sich in der Jraklinik sehr gut aufgenommen und freut sich über den weihnachtlichen Besuch.Fotos: Joseph Beck
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Im Eingangsbereich der Juraklinik in Scheßlitz wurde der Landrat schon erwartet - und erwartungsvoll begrüßt von den drei Engeln Clara, Mathilda, Selina und ihrer Betreuerin Gaby Schmitt, der Leiterin der Intensivstation. Zur Einstimmung sangen die Frauen des Kirchenchores Weichenwasserlos Adventslieder. Viele von ihnen arbeiten im Krankenhaus. Es dirigierte Marga Pfister.
Dann gingen alle in den ersten Stock, denn dort warteten einige Patienten schon auf die vorweihnachtliche Feier. Die meisten aber blieben doch lieber in ihren Zimmern. Landrat Johann Kalb (CSU) begrüßte die Kranken, die Pflegekräfte und die Chefärzte Manfred Schöler, Thomas Eberlein, Dieter Höger, Michael Zachert, Matthias Biedermann, Herbert Pflaum von der Zentralen Pflegedienstleitung und Udo Kunzmann als künftigen Geschäftsführer der Kliniken.


Vorteil der "kleinen Häuser"

"Ich möchte mich ausdrücklich bei den Ärzten und dem Pflegepersonal für ihre fantastische Arbeit bedanken, denn nur durch sie haben wir in den Kliniken eine so angenehme Atmosphäre", sagte der Landrat. Dies sei aber auch möglich durch die "kleinen Häuser", wie sie der Landkreis unterhalte. Er führe diese vorweihnachtliche Tradition deshalb gerne weiter, um allen Beschäftigten Dank zu sagen und besonders den Kranken eine kleine Freude zu bereiten und etwas Trost und Hoffnung zu geben. Anschließend sang nochmals der Weichenwasserloser Kirchenchor besinnliche Adventsweisen.


Scheckübergabe

Ein Höhepunkt der diesjährigen Weihnachtsvisite war eine Scheckübergabe in Höhe von 2500 Euro an die Jugendtrauergruppe des Bamberger Hospizvereins. Die Chefärzte und Aufsichtsräte der Klinik hatten auf Weihnachtsgeschenke verzichtet und den Betrag für diese Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. Landrat Kalb konnte den stolzen Betrag an Marlene Groh übergeben. Groh, die ebenfalls Mitarbeiterin in der Juraklinik und seit zehn Jahren für den Hospizverein tätig ist, leistet zusammen mit weiteren vier Frauen ehrenamtlich die Trauerbewältigungsarbeit bei Kindern und Jugendlichen, die einen nahestehenden Angehörigen verloren haben.


Austausch beim "Trauerkaffee"

Zur Zeit werden etwa 25 im Alter von vier bis 18 Jahren betreut. Dazu treffen sie sich im Abstand von sechs Wochen in Köttensdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Scheßlitz. Die Eltern oder Begleiter können während dieser Zeit das "Trauerkaffee" von Renate Schulz in Scheßlitz besuchen. Erwachsene und Kinder haben so Zeit und Raum, um sich auszutauschen, gemeinsam zu trauern, über den Verlust zu sprechen und sich mit Sterben und Tod auseinanderzusetzen.
Nach der Scheckübergabe spielten noch Melissa Dix, Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten, und Marc Nettelmann, Oberarzt Fachbereich Chirurgie, auf ihren Gitarren und sangen dazu. Dann kam endlich der große Auftritt der Engel. Allen Anwesenden überreichten sie eine Tüte mit köstlichen Plätzchen und wünschten gute Besserung und frohe Weihnachten. Diesen Wünschen schlossen sich auch der Landrat und die Chefärzte an.


"Sehr gut aufgehoben"

Auch die Patienten in den Zimmern erhielten an diesem besonderen Tag hohen Besuch. Da der Landrat sich kurz mit jedem unterhielt, erfuhr er auch, dass sich alle Patienten in der Klinik sehr umsorgt fühlten. Ingrid Kunze aus Bamberg sagte: "Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben."
Auch die Bewohner der Pflegeeinrichtung St. Kilian, das der Juraklinik Scheßlitz angeschlossen ist, freuten sich über die Besucher und bekamen von den Engeln ihre Geschenke überreicht.
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