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Baunach
Religion

Baunacher wird am Samstag zum Diakon geweiht

Bertram Ziegler aus Baunach wird am Samstag zum Diakon geweiht und kommt zu Vesper und Gottesdienst heim. Sein Ziel : Freude am und mit dem Glauben
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Bertram Ziegler
Bertram Ziegler

"Als Diakon oder später auch als Priester sehe ich mich als denjenigen, der Menschen in verschiedenen Situationen und Lebenslagen zur Seite steht und sie auf ihrem Lebensweg von Taufe bis hin zur Beerdigung begleitet. Dabei muss ich nicht immer auf alle Fragen Antworten haben, sondern vielmehr selbst immer ein Fragender und Gott-Sucher bleiben." Bertram Ziegler aus Baunach wird am Samstag in Würzburg zum Diakon geweiht. Anschließend kommt er auch zurück nach Baunach.

Das Wochenende vom 26. und 27. Oktober wird für Bertram Ziegler einer der markanten Punkte sein - im sozialen Netzwerk Facebook würde ein solches als "Lebensereignis" markiert.

Denn am Samstag wird der Baunacher um 9.30 Uhr im Dom zu Würzburg durch Weihbischof Ulrich Boom zum Diakon geweiht. Noch am selben Tag kehrt er dann zurück in die Heimat: Um 19 Uhr findet eine Vesper in der Pfarrkirche St. Oswald statt, der Ziegler vorstehen darf und damit den ersten "Einsatz" als Diakon in seiner Heimatgemeinde hat.

Die Vesper wird von der Schola des Priesterseminars Würzburg mitgestaltet. Am Sonntag findet der Tag der Ewigen Anbetung der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus in der Pfarrkirche statt. Er beginnt mit der Aussetzung des Allerheiligsten um 14 Uhr und der ersten Betstunde um geistliche Berufe, die Ziegler zusammen mit Seminaristen aus dem Priesterseminar gestaltet. Es schließen sich weitere Betstunden an. Den ersten Dienst als Diakon im Rahmen der Heiligen Messe hat er dann bei der Eucharistiefeier um 18.30 Uhr, danach gibt es zum Abschluss eine Lichterprozession.

Faszination

"Am Dienst als Diakon fasziniert mich der Auftrag und das Lebensbeispiel Jesu, der von seiner innigen Verbindung zu seinem Vater geprägt, die Frohe Botschaft verkündet und authentisch gelebt hat. Dabei hat er stets die Menschen am Rand im Blick gehabt, so dass Fernstehende zu Nahestehenden in der Sicht Jesu geworden sind", so Ziegler.

"Meinen Dienst als Diakon verstehe ich daher als authentisches Zeugnis der Frohen Botschaft. Es geht darum, den Glauben vorzuleben, so dass Menschen Freude am Glauben gewinnen, im Austausch über Themen des Glaubens und des Lebens geschieht Verkündigung der Frohen Botschaft. Dabei gilt es, Gottes- und Nächstenliebe in gute Balance zu bekommen."

Die Weihe zum Diakon ist ein großer Schritt, die nächste Stufe wäre die Priesterweihe. Und auf diesen Weg möchte sich Ziegler auch machen.

"Einsetzen möchte ich mich als Diakon und später als Priester für eine freudige und moderne Glaubensverkündigung und für Freude am und mit dem Glauben."

Besonders freut er sich auf die Baunacher: "Baunach ist meine Heimat, in der ich behutsam aufgewachsen bin und wo ich in verschiedensten Vereinen Heimat gefunden habe, um meine Fähigkeiten und Talente entwickeln zu können."

Enge Bindung

Und auch zu Landschaft und Kirche hat Ziegler über die Jahre eine enge Bindung aufgebaut: "Gerade die Flüsse und Hügel machen Baunach aus und erzeugen so für mich immer ein Gefühl von Heimat. Schon von weitem kann ich den historischen Kirchturm der Pfarrkirche St. Oswald sehen und weiß daher, wo ich hingehöre. In Baunach hat mich immer der gottselige Viktor Überkum fasziniert, der in seiner Zeit sich oft auf den Weg gemacht hat und viel unterwegs war. Er ist für mich ein kleiner Patron des Unterwegsseins."

Gebürtiger Bamberger

Bertram Ziegler wurde im Mai 1992 in Bamberg geboren. Elf Jahre lang war er Ministrant und in dieser Zeit auch Gruppenleiter und Mitglied der Leiterrunde in der Pfarrei St. Oswald. Ab 2008 brachte er sich als Lektor und Küster ein und war später Mitglied des Pfarrgemeinderats. Im Jahr 2012 trat er in das Priesterseminar in Würzburg ein und studierte katholische Theologie in Würzburg und Brixen (Südtirol).

Seit September 2018 besucht er den Pastoralkurs im Rahmen der Priesterausbildung, seine Praktikumszeit verbringt er in Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt.

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