Baunach
Stadtrat

Baunach bietet Pferdepartnern Ersatzgelände an

Ein letztes Mal tagte der Baunacher Stadtrat in alter Besetzung, die Hälfte aller Ratsmitglieder kandidierte nicht mehr, entsprechend viele neue Gesichter wird es in der konstitutionierenden Sitzung am Dienstag, 13. Mai, um 18 Uhr im Bürgerhaus Lechner-Bräu geben.
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Abschied nehmen hieß es für neun Stadtratsmitglieder des Stadtrates Baunach
Abschied nehmen hieß es für neun Stadtratsmitglieder des Stadtrates Baunach
Nicht unwichtige Entscheidungen traf der Stadtrat mit dem alten und auch neuen Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) dennoch. Eine davon wurde erst kurzfristig auf die Tagesordnung gehievt, denn die Regierung Oberfranken hatte erst zwei Werktage zuvor eine für Baunach wichtige Weichenstellung eröffnet. Bekanntermaßen müssen die Pferdepartner Franken ihren Reiterhof in Baunach räumen, da sich dieser in einem Wohngebiet befindet. Nachdem nun die Regierung in Bayreuth dem Landesentwicklungsplan zustimmte, kann die Stadt Baunach den Pferdepartnern ein neues Gelände für den Bau eines Reiterhofes anbieten. Dies liegt im Bereich des Grüngut- und Häckselplatzes der ehemaligen Deponie, westlich des Baugebietes Hemmerleinsleite und südlich des Tennisheims.

Um die zweite Änderung des Bebauungsplanes Hemmerleinsleite IV ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt.
Durch die Reduzierung der Größe der Bauparzellen von ehemals 1000 auf nun rund 800 Quadratmeter gelang es, elf zusätzliche Bauplätze zu erhalten. Insgesamt sind nun 55 Bauplätze vorhanden, rund die Hälfte sind im ersten Bauabschnitt bereits bebaut. 28 Träger öffentlicher Belange wurden angeschrieben und die Änderungswünsche dem Stadtrat vorgetragen. Ende Mai soll die zweite Auslegung erfolgen, im Herbst könnte dann mit dem Straßenbau begonnen und die Grundstücke verkauft werden.

Dem Einwand des Landratsamtes bezüglich der notwendigen Verlagerung des Johannisfeuerplatzes folgte der Rat, indem eine andere geeignete Fläche hinter dem Wasserhaus vorgeschlagen wurde. Dem Wunsch des Landratsamtes, auf eine Kuppenbebauung zu verzichten und die Kuppe zur Kompensation und Eingrünung des Baugebietes zu nutzen, kam der Stadtrat nicht nach, da seiner Meinung der Kompensationsbedarf ausreichend berücksichtigt ist. Widerlegen vermochte der Rat die Bedenken von Anliegern der Hemmerleinsleite IV, die Befürchtungen wegen steigenden Verkehrs und der Parksituationäußerten und ausreichende Spielflächen für Kinder oder auch den Einsatz eines Schulbusses forderten.


Sechs Jahre mit Fortschritten

Geraume Zeit verbrachte der Stadtrat mit der Verabschiedung der ausscheidenden Stadtratsmitglieder. In einem Rückblick hob Bürgermeister Hojer eine erfolgreiche Legislaturperiode hervor, die zahlreiche Fortschritte wie das Seniorenzentrum im Jagdschloss, die Dorfgemeinschaftshäuser in Reckenneusig und Priegendorf, die Feuerwehrhäuser in Baunach und Priegendorf, die Brücke über die Lauter und nicht zuletzt das Bürgerhaus Lechner Bräu brachten. Zur Verwirklichung trugen, so Hojer, erheblich auch die ausscheidenden Ratsmitglieder bei.

Fast schon Dinosaurier der Kommunalpolitik seien hierbei Hubert Dietz und Reinhold Schweda, die seit 30 Jahren erfolgreich im Stadtrat wirken. Immerhin 24 Jahre bestimmten die Stadträtinnen Anneliese Saam und Gudrun Stößel die Geschicke Baunachs mit, letztere die letzten zwölf Jahre als 2. Bürgermeisterin. Zwölf Jahre im Stadtrat waren Axel Schmidt, Hans-Günther Kraus, Peter Krauß, während Jürgen Gleußner und Jürgen Pitter als Ortssprecher von Reckenneusig mitwirkten. Verabschiedet wurden die Behindertenbeauftragte Heyke Koch und Jugendbeauftragter Michael Eichler.
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