Bamberg

Bambergs OB-Kandidaten trafen aufeinander

In den Haas-Sälen haben sich die drei Bamberger Oberbürgermeisterkandidaten den ersten Schlagabtausch geliefert.
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Die drei Bamberger OB-Kandidaten auf der Bühne in den Haas-Sälen: (v.l.) Wolfgang Grader (Grüne), CSU-Kandidat Gerhard Seitz, Andreas Starke (SPD) Fotos: Ronald Rinklef
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Der bis dato lahmende Bamberger Oberbürgermeisterwahlkampf hat am Donnerstagabend etwas mehr Schwung bekommen.

Erstmals trafen Amtsinhaber Andreas Starke (SPD), CSU-Kandidat Gerhard Seitz und Wolfgang Grader (Grüne) im direkten Duell öffentlich aufeinander. Die Veranstaltung des Fränkischen Tags und von infranken.de in den Haas-Sälen war mit 300 Zuschauern restlos ausgebucht.



Viele neuer Erkenntnisse brachte der Auftritt der drei Protagonisten nicht.

Starke verwies auf "sechs erfolgreiche Jahre" für Bamberg unter seiner Ägide und kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs so "weiterzumachen wie bisher". Die Zusammenarbeit mit den Stadtrat würdigte Starke als gut, so dass er zuversichtlich die kommenden großen Aufgaben für Bamberg angehen werde, wie die mögliche Konversion der US-Flächen bei einem Abzug der Army und der energetischen Sanierung der Schulen.

Gut verkaufte sich bei der Debatte der Herausforderer der Grünen, Wolfgang Grader. Auf die Frage, welche grüne Politik in Bamberg sichtbar sei, antwortete Grader: "Wir haben die Klimaallianz umgesetzt, ebenso wie ein Anti-Atom-Memorandum noch vor der Katastrophe von Fukushima." Außerdem hätten die Grünen schon vor 20 Jahren eine kommunale Geschwindigkeitsüberwachung beantragt. Grader versprach, im Falle eines Wahlsiegs die Bürgerinnen und Bürger in die Politik miteinzubinden und deren Interessen ernst zu nehmen. Die Bürger sollten besser über Projekte in der Stadt informiert werden.

Der Herausforderer auf CSU-Ticket, Gerhard Seitz, machte sich im Gegensatz zu den beiden anderen Kandidaten vehement für den Ringschluss zwischen Gaustadt und Wildensorg, also einer abgeschwächten Version der Bergverbindung, stark. Seiner Ansicht nach sei dies die einzige Möglichkeit, um den Verkehr im Berggebiet zu reduzieren. Seitz versprach einen "Pakt für Bamberg" zu schmieden, wenn ihm die Wähler das Vertrauen schenkten. Er wolle jedes Jahr 300 neue Wohneinheiten in Bamberg schaffen und die maximale Stärkung des Mittelstands durchsetzen. Außerdem verkündete Seitz: "Ich werde mich mit aller Kraft für Familien, Schulen und Bildung einsetzen."

Am Ende der Veranstaltung konnten die Zuschauer ein Votum abgeben, welcher Kandidat ihnen an diesem Abend am besten gefallen hat. Das Ergebnis veröffentlichen wir in der Samstagsausgabe des Fränkischen Tags.
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