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Demographie

Bambergs Bevölkerung wird immer älter

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gehen die Einwohnerzahlen in Bamberg bis 2025 um ein Prozent zurück. Ein hoher Anteil der Bevölkerung wird dann über 60 Jahre alt sein.
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Das Bevölkerungswachstum von 2,5 Prozent, das die aktuelle Bertelsmann-Studie für ganz Bayern bis 2025 verheißt, kommt in Bamberg nicht an. Hier sinken die Einwohnerzahlen in den nächsten 17 Jahren wenn auch nur leicht voraussichtlich um ein Prozent. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Bamberg fällt nach den Berechnungen der Statistiker deutlich unter die 70 000-Einwohner-Marke.
Bamberg und auch sein Umland gehören damit zu den stabilen Regionen in Bayern. Von den Boom-Gegenden mit Zuwächsen über zehn Prozent wie im Norden von München und in Landsberg ist Bamberg weit entfernt, allerdings auch von den Verlierern der Studie, die mit Verlusten von über zehn Prozent ausschließlich im Nordosten beheimatet sind.
Vom Weihnachtsbaum zum Atompilz
Das Ergebnis dieser Zahlenverschiebungen ist in der Summe nicht dramatisch, wohl aber bei den Altersklassen: Die Bevölkerungspyramide, die 2008 in Bamberg noch an einen mehrfach gestuften Weihnachtsbaum erinnert, wird sich bis 2025 zum Atompilz wandeln, der nach unten immer dünner wird. Am sichtbarsten wird dieser Prozess durch die Verschiebung der Baby-Boom-Generation nach oben. Bildet die Einwohnergruppe der 25- bis 44-jährigen mit 20 430 Personen in Bamberg derzeit noch die stärkste Bevölkerungsgruppe, so werden künftig die 45- bis 64-jährigen zahlenmäßig die Nase vorn haben. In Prozenten ausgedrückt: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) werden in Bamberg 2025 älter als 45 Jahre alt sein. Ein Viertel der Bevölkerung wird älter als 65 Jahre sein.


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