Schon vor dem Umzug auf den neuen Uni-Campus auf der Erba und dem Ausbau durch Mittel für die Technik-Allianz Oberfranken (TAO) sind die Bamberger Informatikstudenten mit der allgemeinen Studiensituation und der Betreuung in ihrem Fach sehr zufrieden. Das geht aus dem neuen CHE-Hochschulranking hervor, das "Die Zeit" jetzt in ihrem Studienführer 2012/2013 veröffentlicht. Noch im Mittelfeld liegt der Fachbereich Informatik - an der Uni Bamberg zusammengefasst in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) - bei der IT-Infrastruktur. Bei den Forschungsgeldern muss er sich sogar mit einem Platz in der Schlussgruppe begnügen. "Im Bereich der eingeworbenen Forschungsgelder tut sich eine junge Fakultät wie die unsere immer schwerer als etablierte Standorte", erklärt das der Dekan der Fakultät WIAI, Tim Weitzel, in einer Pressemitteilung der Universität.

Mit den drei zusätzlichen TAO-Professuren, mit denen die Informatik an der Otto-Friedrich-Universität dauerhaft auf 15 Professuren aufgestockt wird, ist hier jedoch eine weitere Verbesserung absehbar. Zumal Uni-Vizepräsident Guido Wirtz, Professor für praktische Informatik, bereits eine "Ausweitung der Forschungsaktivitäten und -kooperationen" mit den anderen drei an der TAO-Hochschulen (Bayreuth, Coburg und Hof) "durch gemeinsam durchgeführte Promotionsvorhaben und Drittmittelprojekte" angekündigt hat.


Geographie bleibt zurück



Nicht ganz so hoch geklettert wie die Informatik ist im CHE-Ranking die Bamberger Geographie. So liegt der Fachbereich bei den Forschungsgeldern im Mittelfeld und bei den wissenschaftliche Veröffentlichungen in der Schlussgruppe. Keine Bewertung gibt es in den Kategorien Studiensituation und Betreuung, da hier die Zahl der Studierenden-Voten zu gering war. "Das Ergebnis spiegelt die Umbruchsituation des Faches Geographie in den letzten Jahren wider", erläutert Andreas Dix, Professor für Historische Geographie und Institutsdirektor. Mit der erfolgreichen Neubesetzung der vakanten Professuren und der Profilschärfung durch zwei neue Masterstudiengänge seien jedoch in jüngster Zeit wichtige Schritte für eine Neuaufstellung erfolgt.

Für den neuen Zeit-Studienführer wurde ein Drittel aller Studienfächer an den Hochschulen im deutschsprachigen Raum neu bewertet: Biologie, Physik, Chemie, Geowissenschaften und Geografie, Mathematik und Informatik sowie Pharmazie, Medizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaften und Sportwissenschaft. Das Ranking des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung ist unter www.zeit.de/hochschulranking abrufbar.