Bamberg
Infotainment

Bamberger Bürgermeister Wolfgang Metzner bekocht die Zuschauer

Bei der Fair-Trade-Kochshow im Heinrichssaal werden nicht nur leckere Häppchen serviert, sondern auch viele Informationen über fairen Handel.
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Ein dynamisches Duo: Hendrik Maisel (rechts) von der Fair-Trade-Kochshow und Bürgermeister Wolfgang Metzner kochen die Hauptspeise - natürlich nur mit Zutaten aus fairem Handel. Foto: Tobias Hohner
Ein dynamisches Duo: Hendrik Maisel (rechts) von der Fair-Trade-Kochshow und Bürgermeister Wolfgang Metzner kochen die Hauptspeise - natürlich nur mit Zutaten aus fairem Handel. Foto: Tobias Hohner

Während Hendrik Maisel Quinoa zubereitet, schneidet Wolfgang Metzner das Gemüse - eine etwas andere Aufgabe für den Dritten Bürgermeister als eine Stadtratssitzung zum Beispiel. In Kochschürze und -hut steht er vor den Gästen im Heinrichssaal und schüttet nacheinander die kleinen Gemüsestücke in eine Schüssel. Einmal kräftig umgerührt und fertig ist das Ganze.

"Da bekommt man richtig Hunger", flüstert eine Zuschauerin ihrem Sitznachbarn zu. Kein Wunder: Ein würziger Duft umspielt den Raum und lässt einige Münder wässrig werden.

Dann gehen Metzner und Maisel durch die Reihen, in ihren Händen kunterbunte Schälchen, voll mit Köstlichkeiten. Das Urteil ist eindeutig: "Das schmeckt aber lecker", tauschen sich einige grinsend aus, nachdem sie probiert haben.

An diesem Abend zeigen Hendrik Maisel und Wolfgang Metzner nicht nur, wie sie die leckeren Häppchen zubereiten. Die Zuschauer erfahren auch, wo und wie die Zutaten dafür hergestellt werden. Denn die Kochshow verbindet Live-Cooking mit einer ordentlichen Prise Informationen über fairen Handel. Das zusammen ergibt die Fair-Trade-Kochshow.

Von Hendrik Maisel und Klaus Hamelmann, der für die Technik der Show zuständig ist, ins Leben gerufen, soll sie fairen Handel bekannter machen. Buchstäblich in aller Munde bringen.

Zutaten aus der ganzen Welt

"Wir machen heute eine Reise durch Afrika, Asien und Lateinamerika", kündigt Hendrik Maisel an. Alles Orte, an denen er Fair-Trade-Produzenten, deren Produkte er für seine Kochshow verwendet, persönlich kennengelernt hat.

Während diese Zutaten zubereitet werden, laufen ab und zu Aufnahmen von diesen Reisen über eine Leinwand. Menschen aus der ganzen Welt zeigen darin, wie sie all das herstellen, was wir, die Konsumenten, ganz leicht im Supermarkt kaufen können.

Und sie zeigen auch, welche Arbeit dahintersteckt: "Eine Handvoll Kaffeebohnen reicht nur für eine Tasse Kaffee aus", sagt Hendrik Maisel in einem Video, nachdem er beim Pflücken geholfen hat. Er hält die Bohnen, das Resultat stundenlanger Arbeit, vor die Kamera.

Fair Trade als soziale Richtlinie

Doch was bedeutet eigentlich Fair Trade? Diese Frage drängt sich bei dieser Kochshow auf. Verschiedene Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Produkt das Fair-Trade-Siegel bekommen kann: "Keine Kinderarbeit und faire Bezahlung der Arbeiter", zählt Hendrik Maisel als Beispiele auf. Soziale Richtlinien also, nach denen ein Produkt hergestellt wird, um für die Sicherheit der Produzenten zu sorgen.

Information ist ein Bestandteil einer "Infotainment"-Show wie dieser. Entertainment ist der andere. Und für die Unterhaltung an diesem Abend sorgt das Zusammenspiel zwischen Maisel und dem Dritten Bürgermeister Wolfgang Metzner. Nicht nur ein paar Male gehen laute Lacher durch die Reihen, wenn sich die beiden Köche Witze und Sprüche gegenseitig zuspielen. "Ich habe selten so gelacht beim Kochen", verrät eine Zuschauerin, als die Kochshow vorbei ist.

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