Bamberg
Festival

"Bamberg zaubert" soll wieder 150.000 Besucher locken

Auch beim 20. internationalen Straßen- und Varietéfestival "Bamberg zaubert" setzen die Veranstalter auf bekannte Künstler und neue Überraschungen.
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"Bamberg zaubert" ist ein Zuschauermagnet: 150 000 Besucher werden heuer erwartet.  Foto: Barbara Herbst
"Bamberg zaubert" ist ein Zuschauermagnet: 150 000 Besucher werden heuer erwartet. Foto: Barbara Herbst
Des einen Freud, des anderen Leid. Jetzt, wo die Deutsche Nationalmannschaft am 15. Juli sicherlich kein Finale bestreiten wird, steht dem 20. Internationalen Straßen- und Varietéfestival "Bamberg zaubert" nichts mehr im Weg. Ob ein böser Zauber, schwarze Magie oder ob Hypnotiseur Zyculus, der auch der künstlerische Leiter des Festivals ist, Jogi Löw hypnotisiert hat, konnte bei der Pressekonferenz am Donnerstag nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden.
Sicher hingegen sind schon die etwa 100 Künstler aus 15 Nationen, die am Wochenende vom 13. bis 15. Juli insgesamt 500 Shows bieten werden. Mit dabei sind wieder Zauberer, Magier, Feuerkünstler und Clowns , die auf den über 20 Auftrittsflächen ihre Kunst unter Beweis stellen werden.
Festivalleiter Klaus Stieringer setzt dabei auf eine Mischung aus bereits bekannten Künstlern und überraschenden Tricks neuer Artisten, um den erwarteten 150 000 Besuchern etwas Neues bieten zu können. Etwa die Hälfte der Eingeladenen wird zum ersten Mal in Bamberg spielen, sagt künstlerischer Leiter Markus Götz. "Es gilt nicht alleine das Prinzip groß und laut, sondern auch die kleinen Fingerfertigkeitenkünstler sind interessant", sagt Götz. Bei diesen würde ein intensives Erlebnis entstehen, was gerade auch für Kinder interessant sei.
Da wird es mit dem Platz und der Sicht eng, was aber auch an der Ausrichtung des Festivals liegt. Denn das besteht aus Bühnen- und Straßenkünstlern. Die letzteren wollen gar nicht auf einer großen Bühne stehen, die "leben nicht nur von, sondern sie leben für ihre Kunst." Und die findet auf der Straße statt.
Diesem Umstand ist es geschuldet, dass auch die aus den Vorjahren bekannten Künstler jedes Mal neue Shows und Tricks mitbringen.


Hutgeld für das Festival

In diesem Jahr wird zum ersten Mal auch die mittelalterliche Gaukelei mit Messerwerfen und Schwertschlucken wiederbelebt werden. Eine Attraktion, auf die sich Götz, wie er sagt, ganz besonders freut.
Die Gage für die Artisten besteht zum Großteil aus dem, was die Zuschauer ihnen in den Hut werfen. Das Festival zahlt bloß die Reise- und Übernachtungskosten sowie die Verpflegung. Das hat aber nichts mit Geiz zu tun, wie Klaus Stieringer betont, sondern hat seinen Grund im Berufsethos der Straßenkünstler. So unterstützt man mit dem Hutgeld einerseits die Künstler und andererseits auch das noch immer kostenfreie Festival.
Das ist mit ein Grund für die hohen Besucherzahlen. "Es kommen immer mehr Menschen aus dem immer weiteren Umkreis", sagt Stieringer. Da hat die Leitung natürlich eine Verpflichtung. "Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt und trägt dazu bei, dass sich alle Zuschauer gleich sicher fühlen können."
Auf die ebenso steigenden Müllmengen wurde letztes Jahr schon reagiert. Die Anzahl der Abfalleimer, das Volumen und der Leerungszyklus seien erhöht worden, sagt Stieringer, damit dem Spaß wirklich nichts im Weg steht.


Kettensäge und Hochrad

Neben den vielen kleinen, nicht weniger besonderen Künstlern, hat der künstlerische Leiter Jens Ohle hervorgehoben. Er wird die "Magischen Nächte" moderieren und mit Kettensägenjonglage und Hochrad-Artistik unter Beweis stellen, dass er ein "Tausendsassa des Varietés" ist. Aber auch die zahlreichen Bands aus der Region wie Two in Tune oder Dawn verdienen Aufmerksamkeit.
Beginnen wird das Festival mit den Fuchs-Galas, die vom 6. bis 8. Juli stattfinden. Da Deutschland an dem Tag der Premiere auch sicherlich in keinem Viertelfinale stehen wird, kommt es dann zu keinen Terminkonflikten.


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