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Bamberg
Seenotrettung

Bamberg will in Seenot geratene Flüchtlinge aufnehmen

Bamberg ist der Initiative Seebrücke beigetreten und will wie mittlerweile viele andere Städte ein "sicherer Hafen" für Flüchtlinge in Seenot sein.
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Mitglieder der "Bamberger Mahnwache" für Asyl demonstrierten vor der Stadtratssitzung.  Michael Wehner
Mitglieder der "Bamberger Mahnwache" für Asyl demonstrierten vor der Stadtratssitzung. Michael Wehner

Ein Zeichen setzte der Bamberger Stadtrat vor der Sommerpause: Gegen eine Stimme votierten die Räte für einen "Bamberger Appell" zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen.

Die Stadt tritt wie eine Reihe anderer deutscher Städte, darunter Regensburg, Erlangen, Würzburg und Fürth der Initiative Seebrücke bei und bekräftigt die Bereitschaft, "eine angemessene Zahl von Flüchtlingen, die in Seenot geraten sind, aufzunehmen", auch wenn zusätzliche Kosten entstehen.

Nicht mehr genannt wurde in dem von der SPD-Fraktion beantragten Beschluss das umstrittene Ankerzentrum AEO, das ursprünglich zur Unterbringung dienen sollte.

Stadtrat Weinsheimer (BA) stimmte dem Appell zu, kritisierte aber die Tatsache, dass Bamberg sich in Bundes- und Landesangelegenheiten einmische. Zudem habe die Stadt bereits deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen als vergleichbare Städte in Oberfranken.

Tatsächlich ist die Stadt nicht originär für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig. Allerdings kann sie durch ihre Bereitschaft Menschen aufzunehmen ein Zeichen gegen das tägliche Ertrinken im Mittelmeer setzen.

Verbunden ist der "Bamberger Appell" mit der Aufforderung an die Bundesregierung, sich für eine gesamteuropäische Initiative zur Rettung von in Seenot geratenen Menschen sowie eine gerechte Verteilung unter die Mitgliedstaaten der Europäischen Union einzusetzen.