Bamberg
Studenten

Uni Bamberg: Für Studenten ohne Wohnung gibt es nur noch Feldbetten

In den nächsten Wochen können Studenten, die in Bamberg noch keine Wohnung gefunden haben, kostenlos auf Feldbetten in der Uni-Turnhalle übernachten.
Artikel drucken Artikel einbetten
In den nächsten Wochen können Studenten, die in Bamberg  noch keine Wohnung gefunden haben, kostenlos auf Feldbetten in der Uni-Turnhalle übernachten.  Foto:Ronald Rinklef
Weil das Studentenwohnheim in der Pestalozzistraße in Bamberg abgerissen wird, haben neue Studierende in Bamberg keinen Platz mehr. Nun stehen in der Turnhalle der Uni Bamberg immerhin 20 Feldbetten zur Verfügung. Foto:Ronald Rinklef

Notwendig werde dies, da in Bamberg deutlich zu wenig bezahlbarer Wohnraum verfügbar sei, teilt die Bamberger Studierendenvertretung mit. Erschwerend komme seit April 2019 der Teilabriss des Studierendenwohnheims Pestalozzistraße hinzu - 218 Wohneinheiten sind so fast ersatzlos weggefallen.

Auf Druck der Studierendenvertretung und mit Hilfe der Stadt Bamberg hat das zuständige Studentenwerk Würzburg eine Anmietung in der Ludwigstraße getätigt, um einen Teil der weggefallenen Plätze aufzufangen. Die 20 neuen Plätze für Studenten "sind jedoch kein ausreichender Ersatz", heißt es in der Mitteilung. Besonders würden unter der aktuellen Situation finanziell benachteiligte Personen, junge Familien, ausländische Mitbürger und die Studenten selbst leiden.

20 Feldbetten stehen zur Verfügung

Die Studierendenvertretung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg fühlt sich deshalb dazu gezwungen, den von Wohnungsnot betroffenen Studenten Notunterkünfte bereitzustellen. Dafür wird in Absprache mit der Universität die universitätseigene Turnhalle außerhalb der Nutzungszeiten als temporäre Unterbringung genutzt. Mit der Unterstützung des Roten Kreuzes können so 20 Feldbetten zur Verfügung gestellt werden.

In Bamberg könne die Studierendenvertretung die Notunterkunft jedoch nicht aus eigenen Mitteln bezahlen. Durch die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft in Bayern in den 1970er Jahren dürfe die Vertretung der Studenten keine eigenen Verträge abschließen und habe kaum finanzielle Mittel. In allen anderen Bundesländern sei dies nicht der Fall.

Der Appell der Studierendenvertretung

"Wir fordern deshalb mehr bezahlbare Wohnungen, eine konsequent durchgesetzte Mietpreisbremse, die Erhöhung der Sozialquote auf 50 Prozent bei Neubauten, den Bau neuer Wohnheime und eine Stadtplanung mit sozial gemischten Quartieren. Es muss nicht nur mehr Wohnraum für die Bewohner der Stadt Bamberg geschaffen werden, dieser muss dabei auch bezahlbar sein."

Mietwohnungen in Bamberg finden Sie auch immer auf immo.infranken.de!

Verwandte Artikel

Kommentare (16)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren