Bamberg
Erste Hilfe

"Bamberg schockt": Gegen den plötzlichen Herztod

Die Initiative "Bamberg schockt" will mehr Defibrillatoren in Stadt und Landkreis installieren. Am Donnerstag, 6. November, findet die Auftaktveranstaltung im Bamberger Verlagshaus der Mediengruppe statt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Bild der Kampagne "Bamberg schockt": Solche Defibrillatoren sollen in Stadt und Kreis Bamberg Erste Hilfe erleichtern.  Foto: Shutterstock/Bamberg schockt
Ein Bild der Kampagne "Bamberg schockt": Solche Defibrillatoren sollen in Stadt und Kreis Bamberg Erste Hilfe erleichtern. Foto: Shutterstock/Bamberg schockt
Christoph Arend ist seit 17 Jahren als Rettungsassistent regelmäßig im Einsatz. Wie viele Reanimationen er in der Zeit durchführen musste, kann er nicht mehr sagen. An eine Wiederbelebung erinnert er sich aber noch gut: Im Mai ist ein 22-Jähriger beim Uni-Fußballturnier in Bamberg umgekippt. Nur durch die sofortige Reanimation eines Ersthelfers konnte dieser gerettet werden, Arend und seine Kollegen des Rettungsdienstes waren da noch unterwegs.

Reanimaion durch Ersthelfer überlebenswichtig
Laut Arend braucht der Rettungsdienst zehn Minuten bis er an einem Unglücksort ankommt - für viele sei das zu spät. Reanimationen durch Passanten seien deshalb überlebenswichtig. Helfen könne der Einsatz von Defibrillatoren. "Wir haben nach dem Vorfall im Mai recherchiert und dabei festgestellt, dass es in Bamberg zu wenig Defibrillator-Standorte gibt", sagt Arend, der die Onlinezeitung GoBamberg betreibt. Er zählte im Stadtgebiet nur neun Standorte. Deshalb gründete er nun die Initiative "Bamberg schockt", die sich als Ziel gesetzt hat, weitere 30 Defibrillatoren im Stadtgebiet zu installieren. Aber auch im Kreis will die Initiative zu einer flächendeckenden Versorgung beitragen.

Die Anschaffung eines Defibrillators kostet 2000 Euro. Die Sparkasse Bamberg hat bereits die Anschaffung von fünf Stück gewährleistet. Auch Selbstbedienungsbereiche in Filialen sollen als Standorte zur Verfügung stehen. Weitere Standorte anderer Unternehmen, deren Räume geschützt, aber öffentlich zugänglich sind, werden gesucht.

Auftaktveranstaltung um 19 Uhr
Mehr zu der Initiative wird es am Donnerstagabend bei der Auftaktveranstaltung im Verlagshaus der Mediengruppe Oberfranken, Gutenbergstraße 1, geben. Dann beantwortet Dr. med. Hendrik Bachmann, Chefarzt der Klinik für interventionelle Kardiologie und Intensivmedizin der Steigerwaldklinik Burgebrach, Fragen rund um das Thema drohender Herztod und Wiederbelebung als Ersthelfer. Auch wird der Ablauf einer Reanimation erklärt. Der Partner der Initiative, das Bamberger Bayerische Rote Kreuz, wird mit Kreisgeschäftsführer Klaus Otto ebenso wie stellvertretender Landrat Rüdiger Gerst vertreten sein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Mehr dazu gibt es ab Donnerstag, 6. November, auf www.bambergschockt.de.


"Franken helfen Franken" unterstützt "Bamberg schockt"

Hilfe Die Initiative "Franken helfen Franken" unterstützt "Bamberg schockt" bei der Anschaffung von Defibrillatoren in Stadt und Kreis Bamberg. Geld für ein Gerät ist schon zugesagt. Wer die Anschaffung weiterer Geräte unterstützen will, kann dies mit einer Spende tun.

Initiative Der Verein der Mediengruppe hat sich das Ziel gesetzt, gemeinnützige Vereine, Initiativen und Projekte in Franken zu unterstützen. Jeder Euro geht 100 Prozent an den guten Zweck. Seit der Gründung 2009 hat "Franken helfen Franken" 153.000 Euro gespendet.

Konto Spenden mit dem Stichwort "Bamberg schockt" bitte an folgendes Konto: Mediengruppe Oberfranken - Franken helfen Franken e.V.; Sparkasse Bamberg, IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01, BIC: BYLADEM1SKB.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren