Bamberg

Bamberg: Neue Produkte aktiv voranbringen

Austausch im Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH mit Staatssekretär Roland WeigertDer Bayerische Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, besuchte heute (27. März) das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH.
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Austausch im Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH mit Staatssekretär Roland Weigert

Der Bayerische Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, besuchte heute (27. März) das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH. Bei einem Arbeitstreffen und einer Betriebsbesichtigung im Werkteil 4 im Industriegebiet am Börstig informierte er sich, wie Bosch Bamberg dem technologischen Wandel in der Verbrennertechnik begegnet und in Zukunftstechnologie investiert. Der kaufmännische Werkleiter Dr. Martin Schultz und der technische Werkleiter Diesel Thomas Weber hatten gemeinsam mit der Stadt und Landkreis Bamberg zu dem Termin eingeladen.

Die Dieselkrise sowie der Wandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb stellt eine große Herausforderung für viele Unternehmen in der Automobilindustrie dar. Neueste Studien gehen davon aus, dass das heutige Beschäftigungsniveau im Bereich des Verbrennungsmotors sinken wird. Der Fertigungsstandort der Robert Bosch GmbH in Bamberg mit 7.500 Beschäftigten, verteilt auf sechs Werkteile, ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt und aufgrund zahlreicher Verpflechtungen zu anderen Zulieferbetrieben ein bedeutender Industriebetrieb in ganz Oberfranken.
Das Werk stellt heute ausschließlich Komponenten für die Verbrennungstechnik sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren her. Seit vergangenem Jahr investiert Bosch Bamberg in die Erschließung zukunftsgerichteter Produkte und Geschäftsfelder. Staatssekretär Roland Weigert informierte sich bei seinem Besuch zum Beispiel über die aktuellen Planungen am Standort unter anderem zum Thema stationäre Brennstoffzelle.

Bei einem Rundgang durch die Dieselfertigung konnten sich die Teilnehmer ein Bild von der technologischen Kompetenz und der hochmodernen Herstellung der Produkte machen. In einer abschließenden Fragerunde wurde vor allem auf die Maßnahmen zur Zukunftssicherung des Standorts eingegangen.

?Wichtige Rolle für den Standort Bamberg?

Das Fazit von Staatssekretär Roland Weigert nach dem Unternehmensbesuch: ?Der Bosch-Standort Bamberg ist hochinnovativ aufgestellt. Wir brauchen den Diesel auch in Zukunft als effiziente und sparsame Technologie und sollten uns davor hüten, ihn kaputtzureden. Die Bayerische Staatsregierung setzt darüber hinaus bewusst nicht ausschließlich auf Elektroantriebe. Vielmehr müssen viele verschiedene Technologien, wie etwa die Brennstoffzelle, aber auch Biomethan oder Bioethanol den Weg in die mobile Zukunft weisen. Dabei sehe ich den Standort Bamberg in einer wichtigen Rolle.?

Der kaufmännische Werkleiter von Bosch Bamberg, Dr. Martin Schultz erläuterte: ?Der strukturelle Wandel in der Automobiltechnologie und die sich derzeit abschwächende Konjunktur stellt Bosch Bamberg als Fertigungsstandort für Verbrennertechnologie vor große Herausforderungen. Unser Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und ein zukunftsorientiertes Beschäftigungsniveau langfristig zu sichern. Dafür investieren wir kontinuierlich in die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Produkte.?

Für den Betriebsratsvorsitzenden Mario Gutmann steht fest, dass die Unterstützung der bayrischen Politik für die Zukunftssicherung des Standorts Bosch Bamberg unerlässlich ist: ?Der Wohlstand in Bayern und ganz Deutschland hängt maßgeblich von den gut bezahlten Industriearbeitsplätzen wie denen bei Bosch Bamberg ab.? Die öffentliche Diskussion, dass der Diesel ökologisch keine Zukunft habe, obwohl alternative Antriebskonzepte noch Jahre bis zur Serienreife bräuchten, riskiere laut Gutmann ohne Not und Nachvollziehbarkeit Arbeitsplätze. Im Gespräch mit Staatssekretär Weigert erklärt der Betriebsratsvorsitzende: ?Die Automobilhersteller und Zulieferer wie Bosch wollen den technologischen Wandel gestalten, benötigen aber eben auch Zeit dafür.?

Unterstützung von Stadt und Landkreis

Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb trafen Staatssekretär Roland Weigert im Anschluss an den Unternehmensbesuch zu einem persönlichen Gespräch. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte: ?Unsere Wirtschaftsregion braucht Bosch. Stadt und Landkreis sind mit gemeinsamen Kräften aktiv, um die Zukunft des Standortes zu sichern. Seit über einem Jahr führen wir intensive Gespräche mit der Werkleitung und leisten Unterstützung, damit sich Bosch in Bamberg neben dem Verbrennungsmotor weitere Standbeine aufbauen kann.?

Der erneute Besuch bei der Firma Bosch hat für Landrat Johann Kalb einmal mehr deutlich gemacht, dass ?die Automobilindustrie und ihre Zulieferer insbesondere bei den Antriebstechnologien vor großen Herausforderungen stehen.? Von diesem Wandel, bei dem es um nicht weniger als die Mobilität den Menschen von morgen gehe, seien viele Familien in der Region betroffen. Hierfür sei jede erdenkliche Unterstützung willkommen, so Kalb bei dem Treffen mit Wirtschaftsstaatssekretär Weigert.

Der enge Austausch zwischen Politik und Wirtschaft wird fortgesetzt.


Dieser Inhalt wurde erstellt von Stadt Bamberg
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