Bamberg
Ausprobiert

Bamberg: Lettering lernen - Wie man die größte Quasselstrippe zum Schweigen bringt

Für den Blog Frankenfeeling.de haben sich zwei junge Journalistinnen am Handlettering versucht. Die Bambergerin Sarah Seewald hat die beiden Volontärinnen dabei unterstüzt.
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Jungjournalistin Steffi versucht sich am Lettern. Foto: Lea Schreiber
Jungjournalistin Steffi versucht sich am Lettern. Foto: Lea Schreiber

Was ist eigentlich Lettering? Es ist die Kunst, Buchstaben zu zeichnen. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren in Deutschland - und in Franken - immer mehr verbreitet hat. Dabei geht es nicht um Schönes schreiben oder eine schöne Schrift, sondern darum, bei Sprüchen oder kurzen Sätzen die einzelnen Wörter hervorzuheben.

Lea und Steffi von Frankenfeeling.de haben den Trend des Handletterings getestet. Wieso selbst die größte Quasselstrippe beim Lettern schweigt, lesen Sie in Steffis Erfahrungsbericht:

Aller Anfang ist schwer

Lea und ich haben uns als Lettering-Neulinge einmal dran gewagt. Ich muss zugeben, mit Kunst hatte ich nicht viel am Hut und meine Malereien in der Schule waren immer eher schlecht als recht. Sarah Seewald, die uns eine Einführung in das Lettern gab, nahm mir gleich die Angst: Nur, weil ich schlecht in Kunst bin, heißt das nicht, dass ich schlecht im Lettern bin.

Es geht beim Lettern um das Gestalten, Zeichnen und auch ein bisschen um das Malen von Buchstaben. Genau zu sagen, was sich hinter dem Wort verbirgt, ist eher schwierig - also einfach ausprobieren. Die Anfänge haben mich sehr an meine Schulzeit erinnert. Auf Zetteln standen die einzelnen Buchstaben und wir sollten sie daneben schreiben. Eine Zeile A, eine Zeile B und immer so weiter...

Eine neue Form der Erholung

Es mag banal klingen, erfordert aber große Konzentration. Wie der Stift in der Hand liegt entscheidet, ob die Linie des Buchstaben gerade wird oder nicht. Auch wie steil der Stift gehalten wird, macht einen Unterschied. Sobald man anfängt, sich nebenbei zu unterhalten, werden die Buchstaben schon nicht mehr so schön.

Etwas zu tun, ohne zu reden und ohne, dass es unangenehm wird, ist für mich eher unvorstellbar. Aber das Lettern beschäftigt einen in so einem Maße, dass man überhaupt nicht auf die Idee kommt zu sprechen. Man kommt dabei wahnsinnig zur Ruhe. Und die Zeit vergisst man dabei komplett.

Sobald die Grundlagen einigermaßen verinnerlicht sind, geht es an die unterschiedlichen Stifte mit denen man schreiben beziehungsweise lettern kann. Von einem normalen Filzstift bis zu einem Brushstift kann man die unterschiedlichsten Ergebnisse erzielen, immer davon abhängig, was man eigentlich erreichen will.

Lettering ist Sprüche gestalten

Und was will man erreichen? Am Ende möchte man einen schönen Spruch oder Satz darstellen. Wir haben uns für den Satz "Mein Herz schlägt Frühling" entschieden. Dann muss man überlegen, welches Wort man in den Fokus setzen kann, oder wie man es darstellen könnte. Unser Glück war, dass Sarah uns schon einen Vorschlag gemacht hat, sodass wir den dann einfach umsetzen konnten. Denn ansonsten wäre das für mich als Anfänger eher schwierig gewesen, einen Spruch auszusuchen und dann zu entscheiden, wie ich ihn schön darstellen könnte.

Neues Hobby?

Das Tolle am Lettering ist nämlich, dass man komplett freie Hand hat. Man kann machen, was man möchte und auch wie man es möchte. Es gibt nicht das eine Alphabet nach dem man schreiben muss. Man darf sich auch selbst eines ausdenken. Oder für jeden Spruch eine andere Schrift verwenden. Ganz so, wie man selbst es möchte. Es sollte nur für das Auge schön sein. Natürlich braucht man ein bisschen, bis man erkennen kann, was gut ist und was nicht. Aber ich finde, dass das eine schöne Beschäftigung ist und ich werde das bestimmt noch ein bisschen weiter verfolgen.

Dieser Beitrag ist ein Beitrag von frankenfeeling.de, dem Blog der Nachwuchs-Journalisten der Mediengruppe Oberfranken.

Die Volontäre berichten auf dem Blog frankenfeeling.de darüber, was man in Franken erleben kann: Von den neuesten fränkischen Foodtrends, über Erfahrungen aus der Boulderhalle und bis hin zur Suche nach dem besten fränkischen Burger finden Sie viele weitere Erfahrungsberichte der Jungjournalisten.

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