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Gesundheit

Bamberg: Hilfe für Kinder von Suchtkranken soll verbessert werden

Kinder, deren Eltern Drogen nehmen, müssen mit dieser Situation oft alleine fertig werden. Selten kommen diese Fälle ans Licht, was das Helfen erschwert.
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Die Droge Crystal Meth ist weiter auf dem Vormarsch. Kinder von Suchtkranken haben oft ihr Leben lang psychische Probleme.Daniel Karmann/dpa
Die Droge Crystal Meth ist weiter auf dem Vormarsch. Kinder von Suchtkranken haben oft ihr Leben lang psychische Probleme.Daniel Karmann/dpa
In Bamberg gab es bisher kaum eine Einrichtung, die sich gezielt mit dem Thema der Kinder von Suchtkranken beschäftigt hat. Das Projekt "Schulterschluss" soll das ändern und verschiedene Hilfseinrichtungen näher zueinander bringen und den Fokus auf diese häufig unbeachtete Gruppe von Menschen lenken. Mit dabei sind beispielsweise Stadt und Landkreis, die Caritas und die Sozialstiftung Bamberg.

Studien haben ergeben, dass das Risiko selbst abhängig zu werden bei Kindern von Suchtkranken um ein Vielfaches höher ist. Psychische Krankheitsbilder treten bei ihnen im weiteren Verlauf ihres Lebens ebenfalls häufiger auf. Doch von selbst wenden sich Kinder mit solchen Problemen kaum an Außenstehende. Gleichzeitig ist es schwierig, einem Kind einen solchen Hintergrund anzumerken.

Der Zusammenschluss "Schulterschluss Bamberg" lädt am Montag, 23. April, zu einem Fachnachmittag mit dem Titel "Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien" ein. Die Veranstaltung findet von 13.30 bis 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Landratsamts Bamberg statt. Eingeladen sind alle pädagogischen Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. "Wir wollen für das Thema sensibilisieren und eine Hilfestellung geben. Was kann ich tun, wenn ich einen solchen Fall bemerke?", sagt Tanja Setzer aus dem Fachbereich Gesundheitswesen des Landratsamts Bamberg, die "Schulterschluss" koordiniert. Die Teilnahme ist kostenfrei. Allerdings ist eine Anmeldung per Mail an tanja.setzer@lra-ba.bayern.de bis zum 9. April erforderlich.

Eine andere Facette des Themas ist der Konsum von Drogen in der Schwangerschaft. Professorin Eva Robel-Tillig ist Chefärztin der Bamberger Kinderklinik. Im Interview erklärt sie, welche Schädigungen Drogenkonsum in der Schwangerschaft für Neugeborene bedeutet.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema "Kinder von suchtkranken Eltern" mit einem Fallbeispiel sowie das Interview mit Prof. Robel-Tillig lesen Sie im Premiumbereich von infranken.de
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