Bamberg
ICE-Trasse

Bahnentscheidung in Bamberg verschiebt sich nach hinten

Der Schlachtplan für die Bahnausbau-Entscheidung in Bamberg verschiebt sich nach hinten. Was Gutachter über die Tscherner-Idee sagen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Welche Auswirkungen hätte der große Tunnel auf die Bahnstrecke in Bamberg?  Die Ergebnisse der Projektstudie liegen vor. Ronald Rinklef
Welche Auswirkungen hätte der große Tunnel auf die Bahnstrecke in Bamberg? Die Ergebnisse der Projektstudie liegen vor. Ronald Rinklef
Eine Jahrhundertentscheidung verschiebt sich nach hinten: Wird in Bamberg der Bahnausbau als viergleisiger Ausbau im Bestand durchgeführt, oder gibt es doch noch Hoffnungen auf den kurzen oder langen Tunnel? Eine Antwort darauf wird es heuer nicht mehr geben. Auch die für die Sondersitzung nächste Woche angekündigte Ausbauempfehlung des Stuttgarter Gutachers VWI muss verschoben werden.

Mit dieser Entscheidung reagiert die Stadt auf die Tatsache, dass die beauftragte Bewertung von mittlerweile sieben Varianten nicht mehr mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf hätte fertiggestellt werden können. Außerdem wird der Entscheidungsprozess in drei Stufen aufgeteilt. So soll der Stadtrat am nächsten Dienstag über die Bewertungsmatrix von insgesamt 48 Kriterien entscheiden, ehe VWI am 24. Januar 2018 seine Ausbauempfehlung präsentiert.

Mit dem zeitlichen Abstand von eineinhalb Monaten soll dann die finale Entscheidung im Stadtrat Anfang März 2018 erfolgen. Bahnvertreter hatten bereits vor einem Jahr auf eine baldige Entscheidung gedrängt. Sie dürften über die erneute Verzögerung nicht erfreut sein.

Fünf Tage vor der Sitzung ist mittlerweile auch die Projektstudie einzusehen, die das Planungsbüro Emch und Berger im Auftrag der Stadt zur Volluntertunnelung nach der Idee von Norbert Tscherner (gleisfreies Bamberg) angefertigt hat.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Käme es zur Volluntertunnelung der Strecke samt einer Tieferlegung des Bahnhofs und seiner zwölf (!) Gleise, wären die Folgen kaum absehbar. Da ein Ausbau laut Emch und Berger nicht unter rollendem Rad erfolgen könnte, müsste unter anderem der Betrieb des Bahnhof sieben Jahre lang eingestellt und eine Ost-Umfahrung gebaut werden.

Was die weiteren Konsequenzen des großen Tunnels wären und was die Stadt zum Vorwurf eines bestellten Gutachtens sagt, erfahren sie Sie in Kürze hier in einem ausführlichen Hintergrundbericht.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren