Bamberg
Festakt

Auszeichnung für die Maria-Ward-Schule

Die Maria-Ward-Schulen erhielten als erste Mädchenschule in Bayern vom Katholischen Schulwerk das Zertifikat "Nachhaltige Schulentwicklung". Erzbischof Ludwig Schick sicherte weiteres Engagement für die Schulen des Erzbistums zu.
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Freuen sich über die Zertifizierung (von links): Andreas Merz, Hans-Dieter Franke, Barbara Hauck (Leiterin Maria-Ward-Realschule), Erzbischof Ludwig Schick und Ingrid Käfferlein (Leiterin Maria-Ward-Gymnasium). Foto: Ronald Rinklef
Freuen sich über die Zertifizierung (von links): Andreas Merz, Hans-Dieter Franke, Barbara Hauck (Leiterin Maria-Ward-Realschule), Erzbischof Ludwig Schick und Ingrid Käfferlein (Leiterin Maria-Ward-Gymnasium). Foto: Ronald Rinklef
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Für Hans-Dieter Franke steht fest: "Unsere Maria-Ward-Schule in Bamberg ist eine mutige Schule. Denn sie hat sich als erste Mädchenschule auf den freiwilligen Weg der externen Evaluation gemacht und den Blick von außen ertragen", sagte der Leiter der Hauptabteilung Schule und Religionsunterricht im Erzbischöflichen Ordinariat.

Franke wertete das Zertifikat "Nachhaltige Schulentwicklung", welches das Katholische Schulwerk in Bayern dem Maria-Ward-Gymnasium und der Maria-Ward-Realschule verlieh, auch als Auftrag. Denn die katholischen Schulen hätten durch andere private und weltanschauliche Bildungseinrichtungen "eine neue Konkurrenz bekommen". Die aber nach den Worten von Schwester Ursula Dirmeier, Hausoberin der Maria-Ward-Schwestern, nicht zu fürchten sei. Denn das Zertifikat "hat etwas mit Qualität zu tun".

Ganzheitlichkeit gefragt

Diese schulische Qualität beschwor Oberstudiendirektorin Ingrid Käfferlein denn auch im Festakt in der Schulaula. Guter Unterricht an einer katholischen Schule müsse sich auch an Ganzheitlichkeit und Offenheit für die Individualität der Schülerinnen orientieren. Das Zertifikat verführe nun nicht dazu, "dass wir uns stolz zurück lehnen". Es gebe noch verbesserungswürdige Dinge wie zum Beispiel die Angebote der Schulpastoral oder Fortbildungsmaßnahmen für die Lehrkräfte.

Andreas Merz, Referent für Schulentwicklung und Evaluation im Katholischen Schulwerk, hatte das Zertifikat in Form einer Urkunde aus München mitgebracht. Merz begründete die Auszeichnung damit, dass die Maria-Ward-Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Bamberg die Anforderungen "in herausragender Art und Weise erfüllen". Die Schule hätte ein nachweisbares Konzept zur inneren Schulentwicklung, arbeite nachhaltig an selbst gesteckten Zielen der Schul- und Qualitätsentwicklung, die dokumentiert und evaluiert worden seien.

Andreas Merz zitierte aus dem Bericht der externen Evaluation: "Die Maria-Ward-Schulen haben sich, aufbauend auf einer guten Tradition, durch kontinuierliche pädagogische Arbeit als erfolgreiche Bildungsstätte etabliert und genießen in der Öffentlichkeit allseits einen sehr guten Ruf."

Vor allem durch das umfangreiche außerunterrichtliche Angebot der Schule würden die Schülerinnen ganzheitlich gefordert und gefördert. Der christliche Charakter der Schule und ihre Ausrichtung an christlichen Werten finde ihren Niederschlag im täglichen Umgang miteinander: "An den Maria-Ward-Schulen steht der Mensch im Mittelpunkt des erzieherischen Handelns", ergänzte der Redner.

Engagement zugesichert

Erzbischof Ludwig Schick wertete das Zertifikat als "Ansporn, weiter gut zu bleiben". "Leistungen fallen nicht vom Himmel", wandte sich der Erzbischof an die versammelten Schülerinnen, "die durch das Zertifikat auch belobigt werden". Sie müssten aber wissen, dass der Heilige Geist nicht das Lernen von Vokabeln, Grammatik oder Chemieformeln und das Schreiben von Hausaufgaben übernehme: "Aber mit Blick auf Gott, mit der Bitte um seinen Segen und mit dem Heiligen Geist können wir aufmerksamer werden, fleißiger, einsatzbereiter und durchhaltefähiger", beschwor Schick den "Geist dieser Schule".

Der Erzbischof sicherte zu, dass sich das Erzbistum Bamberg künftig wie bisher im schulischen Bereich engagieren werde. "Was immer man an der katholischen Kirche kritisiert und auch kritisieren kann, da wo sie für die Menschen tätig ist, tut sie Gutes in der Gesellschaft", so der Erzbischof.

Schülerinnen gestalteten den Festakt eindrucksvoll mit. Sie gaben musikalische Kostproben und lieferten in einem bunten Kaleidoskop Impressionen aus dem Schulleben. Darunter waren eine pfiffige Modenschau mit Kleidern aus Materialien des Gartenbaus oder eine tiefsinnige Schilderung des W-Seminars über weibliche Sterbe- und Trauerkultur.


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