Bereits im Alter von drei Jahren ist Ursula Gäbelein beim Bamberger Roten Kreuz ausgelassen umhergesprungen. "Meine Eltern sind inzwischen seit 50 Jahren aktiv beim Roten Kreuz tätig. Sie haben mich als kleines Kind immer mitgenommen, wenn sie zu Veranstaltungen oder zum Teil auch zum Dienst gegangen sind", erinnert sie sich. Mit 17 Jahren trat sie dann dem BRK bei. "Allerdings wollte ich in keine Sanitätskolonne gehen, sondern trat der Bereitschaft IV, also dem Sozialdienst, bei. Zumal ich dort ja auch groß geworden bin", berichtet Ursula Gäbelein.

Die Bereitschaft IV kümmert sich hauptsächlich um die Verpflegung der Einsatzkräfte bei großen Übungen oder Katastrophen. "Wir haben in den letzten Jahren schon einige Großereignisse gestemmt. Und dies, obwohl keiner unserer Mitglieder gelernter Koch oder dergleichen ist", weiß Gäbelein. So übernahmen die Rotkreuzler beispielsweise die komplette Verpflegung der Teilnehmer des Landesturnfestes 1989, 10 000 Lunchpakete wurden damals zusammengestellt und etwa 1000 Liter Tee gekocht. "Daneben kümmern wir uns natürlich auch um die Verpflegung der eigenen Leute, wenn sie längere Zeit in Einsatz sind wie bei der Sandkerwa oder bei anderen Großeinsätzen. Zudem übernehmen wir die Verpflegung bei den Blutspendeterminen oder wenn Feiern im eigenen Haus anstehen", erläutert Ursula Gäbelein. Ein fester Bestandteil der Arbeit der Bereitschaft IV sei auch immer die Bewirtung der Ballbesucher in der Snackbar beim Rosenmontagsball.

Inzwischen ist Ursula Gäbelein seit über 25 Jahren aktiv beim BRK Bamberg tätig. Und sie hat noch immer Spaß an ihrer Arbeit. "Es ist eine Tätigkeit, die wir im Hintergrund verrichten, die aber doch auch wichtig ist", betont sie.

Zusammen mit vielen weiteren Ehrenamtlichen ist sie nun dafür geehrt worden. Der Bamberger Kreisverband des BRK ehrte seine aktiven Mitglieder erstmals nach langer Zeit wieder in einer gemeinsamen Veranstaltung. BRK-Kreisvorsitzende Evalies Meier trug eine lange Liste der ehrenamtlichen Einsätze vor - das reichte von Näharbeiten und Küchendienst über Sanitätsdienste bis hin zur Mittelbeschaffung an Kirchweihen und Sammelaktionen.

Auch Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) lobte das ehrenamtliche Engagement des Roten Kreuzes: "Was wäre Bamberg ohne die ehrenamtliche Tätigkeit des Roten Kreuzes? Viele Großveranstaltungen wie die Landesgartenschau, das 1000-jährige Domjubiläum oder die Sandkerwa könnten ohne den Dienst der freiwilligen Helfer des BRK nicht stattfinden."