Hirschaid
Abschied

Andreas Schlund: Prinz, König und Kaiser - FT bei uns in Hirschaid

Hirschaids scheidender Bürgermeister Andreas Schlund (CSU) bekam beim Heimatabend "FT bei uns" nicht nur Tipps für seine "Rente". Er konnte sich vor Krönungen gar nicht mehr retten.
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Das Grinsen wurde immer breiter: Je später der Abend, desto mehr strahlte Hirschaids noch amtierender Bürgermeister Andreas Schlund. Er scherzte: "Des gfällt ma von Stunde zu Stunde mehr. Vielleicht mach ich doch noch weiter."

Verständlich, hatte er doch am Ende des Abends drei Kronen und Titel gesammelt. Damit gerechnet hatte er nicht, genauso wenig wie damit, dass er von Moderatorin Anette Schreiber, Redakteurin in der Lokalredaktion des Fränkischen Tag, dauernd von seinem Sitzplatz auf die Bühne gerufen wurde. Schließlich wollte die "Schreibera" gemeinsam mit den Hirschaider Vereinen dafür sorgen, dass "dem Andi in seim Ruhestand net langweilig wird", wie sie sagte.

Deswegen wurde er von den "Häschaadern" reichlich beschenkt. So bekam er gleich zur Begrüßung von der "Schreibera" ein Buch zu Fränkischen Brauereien und Gaststätten geschenkt. "Na in unseren Gaststätten ist man ja gut aufgehoben", sagte Schlund.

Vielleicht trifft man den Bürgermeister ab 1. Mai, wenn er als "Rentner" mehr Zeit hat, ja auch in der Bücherei an. Dafür hat er einen Leserausweis bekommen. Falls er sich mal so in ein Buch vertieft, dass er die Zeit vergisst und plötzlich Verspannungen vom langen Lesen bemerkt, kann er sich danach gleich im Wasser lockern.

Für die Frankenlagune gab's Gutscheine für ihn und seine Frau Christine. Die staunte nicht schlecht, als ihr Andi plötzlich ein Krönchen aufgesetzt bekam - und nicht nur der: Das Faschings-Prinzenpaar krönte das Bürgermeisterpaar Romana Gensel (WGR, Zweite Bürgermeisterin) und Andreas Schlund. Der strahlte übers ganze Gesicht, als er mit wippender roter Schärpe über die Bühne stolzieren durfte.

Einige Programmpunkte später musste er schon wieder rauf aufs Podest in der Regnitzarena - und plötzlich "auf die Knie!", wie ihn Moderatorin Anette Schreiber aufforderte. Weil er brav gehorchte, wurde er königlich belohnt: Für seine "Verdienste zum Wohle der Bürger Hirschaids" krönten ihn die "Seigendorfer Bergleute", eine Musiker-Truppe, zum "Bürger King".

Für diesen dichteten sie extra zwei Strophen der von der Prunksitzung bekannten "Häschaa"-Hymne um. Mit kräftigen Stimmen und ordentlich Trommel-Wumms forderten sie im Lied: "Für den Andi ghört a Denkmal her!" Der strahlte genauso wie seine goldene Königskrone und der mit Edelsteinen verzierte Reichsapfel.
Es sollten nicht die einzigen Insignien des Abends bleiben: Bei ihrem Auftritt auf der Bühne sagte Genussbotschafterin Renate Ott: Spargelstechen, dass könne der Bürgermeister doch. Es sei Zeit, dass diese Tatsache entsprechend gewürdigt werde.

"Prinz ist er seit heute, Bürger King ebenfalls. Dem Ganzen setzten wir jetzt noch die Krone auf, indem wir ihn zu etwas machen, das es bisher noch gar nicht gab: Zum Spargel-Kaiser, seine Entschlossenheit Andreas, der Erste", leitete die "Schreibera" die Krönung ein. Und natürlich musste "der Andi" wieder "auf die Knie!"

Genussbotschafterin Renate Ott und Spargelprinzessin Daniela I. setzten ihrem scheidenden Bürgermeister denn eine ganz besondere Krone auf: Eine aus Spargelstängeln. Dazu bekam er einen Reichsapfel mit Spargel-Kreuz und ein fast mannshohes Zepter aus dicken Spargelstangen in die Hand.

Prinz, König, Kaiser - Andreas Schlund genoss jede Krönung mehr und marschierte stolz und mit breitem Grinsen auf dem Gesicht von der Bühne - standesgemäß zu einem Tusch, den die Hirschaider Blasmusik spielte. Gediegenen Schrittes ging er zum Platz - und passte immer schön auf, dass die kostbare Spargelkrone nicht verrutschte.

 
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