"Bei uns melden sich viele Leute, die in irgendeiner Form Unterstützung brauchen", sagt Stefanie Hahn, die Seniorenbeauftragte der Stadt Bamberg. "Gerade Frauen bekommen zum Teil sehr niedrige Renten, weil sie zum Beispiel lang Kinder betreut haben oder der Partner früh starb." Auch Teilzeitarbeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Selbständigkeit oder "gebrochene Lebensläufe" sorgten im Alter für finanzielle Probleme.

Dass immer mehr Menschen die Altersarmut droht, hat auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kürzlich herausgestellt. Rund 24 000 Arbeitnehmer (oder 37 Prozent der Beschäftigten) in Bamberg würden laut NGG nach derzeitigem Stand nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen.

Laut Hahn verzichten viele arme Rentner aus Scham auf die staatliche Unterstützung, die ihnen zustehen würde. "Dahinter stecken bei manchen ungerechtfertigte Ängste. Und relativ häufig sind die Menschen auch schon länger daran gewöhnt, mit wenig klarzukommen", weiß Hahn.

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