Bamberg
Königsdisziplin

Zug um Zug für gute Nachbarschaft

Am Sonntag startet in der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg das erste bundesweite jüdisch-deutsche Schachturnier. Schirmherr ist Großmeister Helmut Pfleger.
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Das erstmals veranstaltete jüdisch-deutsche Schachturnier wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bamberger Schachclub SC 1868 durchgeführt. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Das erstmals veranstaltete jüdisch-deutsche Schachturnier wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bamberger Schachclub SC 1868 durchgeführt. Foto: Marion Krüger-Hundrup
Schachmatt dem Fremdeln und der Vorurteile! Dieser Slogan könnte über dem Blitzschach-Turnier stehen, zu dem die Israelitische Kultusgemeinde Bamberg am kommenden Sonntag, 7. September, einlädt. "Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist eine gute Nachbarschaft mehr denn je wichtig, besonders über kulturelle Grenzen hinaus", sagt Martin Arieh Rudolph, Vorsitzender der Kultusgemeinde und Initiator dieses ersten bundesweiten jüdisch-deutschen Schachturniers.

Rudolph will mit diesem sportlichen Ereignis vor allem dazu beitragen, dass die jüdischen Neueinwanderer aus der ehemaligen UdSSR nachhaltig in die deutsche Gesellschaft integriert werden: "Gegenseitige Begegnung" könne dazu beitragen.
Aus diesem Grund seien auch aus Städten wie Augsburg oder München nicht nur die jüdischen Schachspieler eingeladen worden, sondern auch die jeweiligen städtischen Schachclubs: "Tatsächlich haben wir aus mehreren Städten der Bundesrepublik Anmeldungen", freut sich der Vorsitzende. Zumal es bisher nur regionale Schachturniere in Bayern gegeben habe.

Schweizer System

Rudolph ist dankbar, dass er bei der Organisation des Turniers auf die hervorragenden Kontakte des Bamberger Schachclubs SC 1868 bauen konnte. Etwa zehn Teilnehmer dieses örtlichen Clubs werden am Sonntag auch an den Schachbrettern sitzen und um den Siegerpokal kämpfen. Insgesamt können rund 100 Schachfreaks gleichzeitig Zug um Zug setzen.

Das Turnier beginnt um 14 Uhr nach dem Schweizer System: 16 Runden à Fünf-Minuten Blitzschach. Gegen 18 Uhr stehen die Gewinner fest. Der Sieger erhält hundert Euro Prämie, Wanderpokal, Gewinnerplakette und Urkunde sowie einen Kasten Bamberger Fässla-Bier. Ferner gibt es einen zweiten Preis, Ratingpreise sowie einen Jugendpreis. Auch der beste Senior wird ausgezeichnet.

Kein Geringerer als Schachgroßmeister Helmut Pfleger übernimmt die Siegerehrung. Der gebürtige Bamberger ist ohnehin Schirmherr des Turniers. Viele Jahre war Pfleger aktiver Spieler für den SC 1868 Bamberg in der Schachbundesliga und deutscher Nationalspieler. In dieser Eigenschaft brillierte der Arzt bei Mannschafts-Europa- und Weltmeisterschaften.

Zuschauer sind im Gemeindezentrum der Kultusgemeinde an der Willy-Lessing-Straße willkommen. Personalausweis nicht vergessen.

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