Vorra
Jugendarbeit

Ziel heißt "Halt"-Gemeinde

Frensdorf möchte sich am Präventionsprojekt "Hart am Limit" beteiligen. Jugendpfleger André Leipold legte dem Gemeinderat einen Bericht vor.
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Die Jugendarbeit, mit der in der Gemeinde Frensdorf der Verein Iso (Innovative Sozialarbeit) beauftragt ist, hat nach drei Jahren der Aufbauarbeit ihre gesetzten Ziele erreicht. Frensdorfs Jugendpfleger André Leipold zog dieses Fazit in der Sitzung des Gemeinderats. Gleichzeitig legte er den Räten einen umfangreichen Tätigkeitsbericht vor.

In Frensdorf, Reundorf, Herrnsdorf, Schlüsselau und Vorra sind nach Leipolds Worten Jugendtreffs eingerichtet, die gut funktionieren. Im vergangenen Jahr wurden wieder zahlreiche Aktionen und Projekte durchgeführt. Auch die Kooperation mit den Vereinen und den Jugendbeauftragten der Gemeinde klappe hervorragend. Die bestehenden Strukturen sollten fortgeführt und erhalten werden. Aus dem "Think big"-Topf des Mobilfunkanbieters O2 konnten die Jugendlichen für drei Projekte 1200 Euro locker machen.
Für 2012 hat sich Leipold die weitere Unterstützung der Jugendlichen bei ihren Vorhaben in den jeweiligen Jugendeinrichtungen zum Ziel gesetzt. Ferner möchte er mit den Gemeinderäten eine "Jugendtreff-Tour" durchführen, damit sie mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen.

Die Zusammenarbeit mit den Jugendbeauftragten aus dem Gemeinderat sei sehr fruchtbar und solle beibehalten werden.

Ferienprogramm im Internet


Der Jugendpfleger möchte ein Informationsblatt für Eltern und Vereine erstellen.
Bei der Frensdorfer Kirchweih wünscht er sich die Mitwirkung der Jugendlichen am Rahmenprogramm. Wichtig sei ihm auch, dass das Halt-Projekt (Hart am Limit) in der Gemeinde etabliert wird. Das Sommerferienprogramm 2012 soll nach Leipolds Worten erstmals übers Internet abgewickelt werden. Die Homepage werde im Juli online gehen. Im Mitteilungsblatt werde dazu noch eine Anleitung erscheinen.

"Dass wir in die professionelle Jugendarbeit eingestiegen sind, war der richtige Schritt", lobte Manfred Wurm (Vereinigte Wähler).

Stundenzahl aufstocken?


Leipold informierte jedoch, die Jugendarbeit sei durch die Betreuung und Begleitung der fünf Jugendtreffs an ihrer Auslastungsgrenze angekommen. Das bestehende Angebot könne zwar erhalten, weitere Projekte aber nicht aufgenommen werden. Um Vorhaben wie das Halt-Projekt durchzuführen, müsste umgesteuert werden. Das bedeute entweder Angebote zu streichen oder die Stunden aufzustocken. Abbauen wollten die Räte auf keinen Fall, da sonst die ganze Investition umsonst sei. Eine gute Lösung wäre nach Meinung des Jugendpflegers die Einstellung einer 400-Euro-Kraft. Damit könnte die Qualität der Jugendarbeit noch gesteigert werden. Der Jugendpfleger solle die beiden Möglichkeiten (Aufstockung der Wochenstunden und 400-Euro-Kraft) prüfen, schlug Peter Mai (Christliche Wählerliste) vor.

Stellungnahme vorlegen


Beschlossen wurde, dass André Leipold bis zur nächsten Sitzung eine Stellungnahme vorlegt. Denn Frensdorf soll nach den Worten von Bürgermeister Jakobus Kötzner (Aktive Wählerliste) möglichst bis Jahresende Halt-Gemeinde werden. Damit könnten die Leistungen des Halt-Zentrums wie Vorträge und Veranstaltungen, Alkoholprävention an der Schule und vieles mehr abgerufen werden. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

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