Nachdem dem Aufruf des Ersten Bürgermeisters Andreas Schwarz „Aller guten Dinge sind drei“ fand im Rahmen der 900-Jahr-Feierlichkeiten von Zeegendorf das „3. Historische Dorffest“ statt, das weit über 5000 Besucher in den 550-Seelen-Ort lockte. Überall im Dorf wurde gewerkelt wie anno dazumal.

Am Freitag wurde die Ausstellung „900 Jahre Zeegendorf“ eröffnet. Die im Gemeinschaftshaus ausgestellten Exponate waren ein regelrechter Zuschauermagnet. Die Gegenüberstellung von alten Fotografien und den heutigen Ansichten zeigt, wie sich das Dorf gewandelt und entwickelt hat. Anlass zum schmunzeln geben auch die Anekdoten, die in der neuen Dorfchronik zusammengefassten worden sind.

Weiter ging es am Samstagnachmittag mit dem Einzug der Handwerker, der trotz Regens durchführt wurde. Erster Bürgermeister Andreas Schwarz lobte das Arrangement und die Motivation der Zeegendorfer Bürger. Er machte auch deutlich, dass diese Veranstaltungen ein Aushängeschild für die Gemeinde Strullendorf seien und Zeegendorf sich dadurch weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Namen gemacht habe. Anschließend machten die angereisten Böllerschützen mit ihren altertümlichen Kanonen ordentlich Krach.

Beim großen Festumzug am Sonntagnachmittag säumten zahlreiche Besucher die Straßen von Zeegendorf. Anführt wurde der Zug von Ponys, die einen Blumenwagen zogen, gefolgt von den Blumenkindern mit ihren Holzschubkarren. Sehr imposant wirkte das Ochsengespann, das den Kammerwagen der Zeegendorfer Bauernhochzeit zog. Auch die Ehrengäste wurden standesgemäß mit einer Pferdekutsche chauffiert. Die Holzmacher zeigten auf ihrem von Pferden gezogenen Wagen, wie hart diese Arbeit war.

Neben den zahlreichen Handwerkern, Bauersleuten, Jägern, Böllerschützen, Musketieren und Vereinen wurde auch eine in der Zeegendorfer Putzmühlenfabrik gefertigte Putzmühle mitgeführt. Für Unterhaltung am Straßenrand sorgten die „Zeegendorfer Waschweiber“, die eigens für den Umzug ein Stück einstudiert hatten. Musikalisch umrahmt wurde der Festzug von der Trachtenkapelle Zeegenbachtal und der Musikkapelle Hitzhofen.

Nach dem Umzug nahm die Bauernhochzeit, unter Anweisung des Hochzeitsladers und mit Geigenmusik, an der festlich gedeckten Tafel platz. Anschließend wurde das 900. Jubiläum mit lautem Salut von den Böllerschützen gefeiert.

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Andreas Schwarz zeigten zahlreiche Handwerker aller Art, vom Seiler über den Wagner bis hin zum Schuster, wie sie die für den täglichen Bedarf wichtigen Utensilien einst herstellten.

Daneben sorgte der Sensenmähwettbewerb und der Stelzenlauf im Zeegenbach für ein buntes Rahmenprogramm. Auch die „Zeegendorfer Waschweiber“ mussten viel schmutzige Wäsche waschen und sorgten mit ihren Späßchen für gute Stimmung bei den Besuchern.
Die Zeitreise in Zeegendorf geht weiter: Am 30. August findet das historische Dreschfest statt.