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Bamberg
Studie

Wirtschaftsmotor Bamberger Hafen

Mehr als 5000 Menschen sind direkt oder indirekt im Bayernhafen Bamberg beschäftigt.
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Der Bamberger Hafen ist wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. n Foto: RiegerPress
Der Bamberger Hafen ist wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. n Foto: RiegerPress
Die vom Bayernhafen durchgeführte empirische Studie räumt gleich mit mehreren Vorurteilen auf: Zum einen ist der Binnenhafen Bamberg mehr als nur ein Umschlagplatz für Tonnagen und zum anderen ist lediglich ein kleiner Bruchteil der im Hafen Beschäftigten ein ungelernter Helfer. Ganz im Gegenteil: Die Studie, die im Gründerzentrum IGZ kürzlich vorgestellt wurde, zeigt, dass 71 Prozent der Arbeitnehmer im Hafen Facharbeiter sind. 15 Prozent sind Spezialisten, zwei Prozent Experten und zwölf Prozent sind Helfer.

Befragt wurden über 120 Unternehmen, die direkt im Hafen angesiedelt sind oder in einem Umkreis von 50 Kilometern in direkter Beziehung zum Hafen stehen. Über 80 Firmen haben die Fragebögen beantwortet. Der Bezugszeitpunkt für die Angaben war das Jahr 2014.

"Über 5000 Arbeitsplätze in der Region hängen vom Bayernhafen Bamberg ab. Auf jeden Arbeitsplatz im Hafengebiet kommen fast zwei Arbeitsplätze bei Unternehmen in der Region, die ohne den Hafen nicht bestehen würden", bilanzierte Niederlassungsleiterin Michaela Wöhrl. Wobei die eigentliche Zahl der tatsächlichen Beschäftigten noch höher ist, da nicht alle Unternehmer an der Befragung teilnahmen und die Studie keine Hochrechnungen anstellt.

Hinzu kommt laut Wöhrl noch, dass die Anzahl der Arbeitnehmer der Flusskreuzfahrtschiffe nicht berücksichtigt worden sind. Und hier sind allein bei den europäischen Reedereien rund 16 600 Menschen an Bord und um die 13 000 an Land beschäftigt sowie circa 11 000 arbeiten indirekt im Umfeld der Schiffe. Weiterhin ergab die Studie, dass knapp 90 Prozent aller im Hafen direkt oder indirekt Beschäftigten in Vollzeit arbeiten. "Alleine im Bamberger Hafengebiet sind 1781 Menschen tätig. 17 davon in der Hafenverwaltung. In der gesamten Bayernhafengruppe zählen wir über 13 000 Beschäftigte", schilderte die Bamberger Niederlassungsleiterin.


Großinvestitionen

Zudem wird im Hafen auch kräftig investiert. Während die Bayernhafen-Gruppe rund sechs Millionen Euro seit dem Jahr 2010 in die Infrastruktur und zur Verbesserung des Hafens investierte, haben die dort ansässigen Ansiedler weit über 30 Millionen Euro an Großinvestitionen getätigt. Das Gebiet des Bamberger Hafens umfasst 96 Hektar Fläche, ist also so groß wie 135 Fußballfelder. Darin sind aktuell 70 Unternehmen angesiedelt.

Verbaut sind ferner rund 8,5 Kilometer Eisenbahnschienen. Neben einem Umschlagplatz für Güterschiffe betreibt der Bamberger Hafen auch ein Containerterminal sowie eine Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe. Der Schwerpunkt der im Hafen umgeschlagenen Güter liegt im Bereich der landwirtschaftlichen Produkte. Verschifft werden die Güter in die ganze Welt.

Zur Bayernhafen-Gruppe gehören die sechs Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Die Lage an wirtschaftsgeografisch bedeutenden Knotenpunkten kombiniert mit einer effizienten Verknüpfung der Verkehrswege Wasser, Schiene und Straße zeichnet die Standorte aus. In 2015 wurden insgesamt 30,73 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen (davon 3,44 Mio. Tonnen per Schiff, 6,27 Mio. Tonnen per Bahn, 21,02 Mio. Tonnen per Lkw).

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