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Bamberg
Konversion

Wird die Polizeiakademie in Bamberg noch größer?

Vizekanzler Sigmar Gabriel hat nach einer SPD-Klausurtagung 9000 neue Polizisten in Deutschland gefordert. Könnte das die Pläne für die Bundespolizei in Bamberg noch einmal durcheinanderwirbeln?
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3000 Polizeianwärter sollen in Bamberg in wenigen Jahren ausgebildet werden. Es könnten durchaus noch mehr werden.
3000 Polizeianwärter sollen in Bamberg in wenigen Jahren ausgebildet werden. Es könnten durchaus noch mehr werden.
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War es die Äußerung von Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) am Ende einer Klausurtagung in Brandenburg, die die Gerüchteküche in Bamberg anstachelte? In Bamberg jedenfalls wurde die Forderung Gabriels nach unter anderem 9000 (!) neuen Polizisten mit Aufmerksamkeit registriert. Grund: Diese Forderung könnte auch die Planungen für die Bundespolizei massiv beeinflussen.

Wie berichtet, soll in Bamberg am 1. September die sechste und größte Bundespolizeiakademie in Betrieb genommen werden. Das bedeutet: Binnen weniger Jahren werden in Bamberg 3000 Polizisten ausgebildet. Bislang liefen die Hoffnungen der Kommunalpolitiker darauf hinaus, dass es nach dem Spitzenbedarf der Akademie im Jahr 2018 rasch wieder zu einer Verkleinerung der benötigten Konversionsflächen kommen könnte.
Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass der Ausbildungsbedarf noch größer sein könnte als angenommen oder zumindest nicht so rasch zurückgeht wie erhofft. Schon ist, ähnlich wie bei der Entwicklung der Studentenzahlen in Bamberg, von einer Plateaubildung die Rede.


Hauptquartier herauslösen?

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), den wir nach den möglichen Konsequenzen für den Konversionsprozess befragten, bestätigt, dass es verschiedene Mutmaßungen in Bamberg gebe, wollte sich aber nicht an den Spekulationen beteiligen.

Laut Oberbürgermeister wird derzeit ein Plan erarbeitet, wie es gelingen könnte, das mitten in der Lagardekaserne gelegene frühere US-Hauptquartier doch noch aus dem Raumprogramm der Bundespolizei herauszulösen. Starke setzt darauf, dass sich die von der Polizei benötigten IT-Kapazitäten auch an anderer Stelle darstellen lassen. Erkenntnisse dazu seien aber nicht vor Mitte Februar zu erwarten.