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Prognose

Wetter in Franken: Erst Hitze, dann heftige Gewitter

In den kommenden Tagen rollte die erste große Hitzewelle des Jahres auf die Region zu. Die bleibt allerdings nicht lange.
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Fotos: Fotolia
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Nach dem zuletzt wechselhaften Wetter kommen in Franken in den kommenden Tagen Sommergefühle auf - zumindest bis zum Wochenende. Denn dann drohen in der Region heftige Gewitter und Unwetter. Der Grund: Die warmen Luftmassen aus dem Mittelmeerraum vermischen sich mit einer neuen Kaltfront. "Und dann könnte Einiges von oben runterkommen" sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Zunächst wird es aber sommerlich heiß. Bereits am Mittwoch schießen die Temperaturen nach oben, am Donnerstag folgt ein Hitzetag. Ebenso am Freitag, wo mancherorts sogar die 35 Grad-Marke geknackt werden könnte. Dabei wird es sehr schwül. "Eine Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Das dürfte für so manchen Kreislauf ziemlich unangenehm werden", erklärt Jung.


Wo kracht es?

Wo und wie heftig es anschließend "kracht" könne man derzeit noch nicht abschätzen. Durchaus möglich, dass manche Regionen stärker betroffen sind als andere. "Bestes Beispiel sind die heftigen Überschwemmungen in Simbach Anfang Juni. Nur wenige Kilometer entfernt kam vergleichsweise wenig runter", erinnert sich Jung, für den die aktuellen Wetterphänomene trotzdem nichts ungewöhnlich sind. "Das ist normales Wetter. Tornados gab es in Deutschland beispielsweise auch schon immer." Der Unterschied: Heute würde jeder sofort sein Smartphone zücken, filmen und die Szenen ins Netz stellen. "So wirkt alles noch dramatischer."



Das zeigt auch ein Blick auf die Daten der Wetterstationen in Franken. Daraus ergeben sich ein sehr differenziertes Bild der Wetterlage und eine Bestätigung dafür, dass die zuletzt extremen Niederschläge regional begrenzte Wetterphänomene waren. Das bayerische Wetternetz für die Landwirte liefert einige aussagekräftige Stichproben (www.wetter-by.de).

Beispiel Markersreuth bei Hof in Oberfranken: Hier fiel der Juni bislang mit 132 Litern Regen auf den Quadratmeter deutlich zu nass aus. Das langjährige Mittel an dieser Station liegt für den Sommermonat bei 92 Litern. Aber: Bis auf den Februar waren alle Monate des Jahres teilweise viel zu trocken.

Ganz anders das Bild in Steinfeld bei Lohr in Unterfranken: Hier fiel die Regenzeit im Juni aus, statt der üblichen 74 Liter Regen gab es nur 42 Liter. In der Summe aller Monate war es in Steinfeld aber zu nass: 412 statt 401 Liter lautet die Bilanz für die erste Hälfte des Jahres 2016.


Etwa ein Grad wärmer

Noch mehr Nass gab es bislang in Triesdorf bei Ansbach in Mittelfranken. Der Juni hielt sich mit einem Regenplus von acht Litern noch im Rahmen, aber auch alle anderen Monate des Jahres - mit Ausnahme des März' - waren bislang weit überdurchschnittlich nass. So summiert sich der Niederschlag in Triesdorf bis heute auf 370 Liter, die Norm wären 310 Liter.

In einem Punkt sind sich alle Wetterstationen in Franken "einig": Trotz des Herbstfeelings in Frühjahr und Frühsommer war das Jahr 2016 bislang um etwa ein Grad wärmer als ein fränkisches Wetterdurchschnittsjahr. Und die kommende Woche ab dem 27. Juni dürfte diesen Trend bestätigen: viel Sonne, bis zu 25 Grad.

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