Jannik Engemann und Annika Brettschneider waren beim Ebinger Sautrogrennen das einzige Mixed Team und das Team mit der weitesten Anreise. "Ich bin aus Düsseldorf, ebenfalls meine Freundin. Seit zehn Jahren komme ich nach Abich und bin inzwischen eingebürgert", sagte Jannik Engemann. "Bisher war ich nur begeisterter Zuschauer, nachdem meine Freundin gesagt hat, sie macht mit, sind wir ganz heiß darauf zu starten." Er räumt ein, dass sie beide von der Technik keine Ahnung haben und vollkommen unbedarft starten. Sie schlugen sich in einem Feld mit elf Mannschaften aber sehr gut. Zum Schluss reicht es ohne größere Bekanntschaft mit dem kühlen Nass für das Team "Deutschland I ", sogar für einen der vorderen Plätze.

Das Sautrogrennen ist einer der Höhepunkte beim Ebinger Seefest, eine gemeinsame Veranstaltung der SpVgg "Germania" Ebing und des Stammtisches die "Spaßvögel". Jeweils zwei Teams treten nach dem K.o.-System gegeneinander an. Die erste Hürde ist es, den Sautrog sicher ins Wasser zu transportieren, was nicht allen Mannschaften gelang. Danach müssen bis zur Wendemarke ungefähr 30 Meter mit den Händen gepaddelt werden. Die Wendemarke ist das nächste Problem, sie muss mit dem Sautrog sicher umrundet werden, danach geht es zurück zum Ufer.

Als versierter Moderator stellte Andreas Eiermann den Hunderten von Zuschauern die einzelnen Teams mit einfallsreichen Namen und phantasievollen Kostümen vor, die Pokal und Preisgeld gewinnen wollten. Stark vertreten waren die Gundelsheimer. In "Team 1" kämpften Jonathan Gebhardt und Thomas Brütting um den Sieg. Auf die Frage des Moderators, was sie nach Ebing verschlagen habe, antworteten die beiden, dass in Gundelsheim der Bach zu flach für ein Sautrogrennen sei. Hinter dem "Bayerischen Paar" verbargen sich - ebenfalls aus Gundelsheim - Francois Grignon und als prominenter Gast der Bürgermeister der Gemeinde, Jonas Merzbacher. Die örtliche Kommunalpolitik kämpfte ebenso mit um den Sieg. Zweiter Bürgermeister Otto Schobert und sein Teamkollege Reiner Stumpf traten als "Schreibtischtäter" mit altmodischem Anzug, Krawatte und Aktenmappe an. Noch phantasievoller war das Outfit der "Nonnen auf der Flucht" mit Wolfgang Sander und Oliver Jantschewsky.

Als Favoriten stellte Andreas Eiermann das Team des ASRF (Abicher Sautrogrennfahrer) vor. Die Lokalmatadoren standen schon drei Mal auf dem Siegertreppchen und lieferten sich diesmal ein spannendes Finale mit den "Abichern" Günter Stößel und Helmut Gunzelmann, von der Stammtischmannschaft "Einfallslosen". Zum Schluss siegten mit Alexander Groh und Michael Mitschker die Routiniers. "Gesunde Ernährung, viel Ausdauer und Erfahrung", sahen sie als Grund für ihren Erfolg. "Man müsst halt zehn Jahre jünger sein", bedauerten Günther Stößel und Helmut Gunzelmann ihren zweiten Platz.

Die Zuschauer applaudierten den erfolgreichen Mannschaften begeistert, hatten aber noch mehr Freude an missglückten Starts und verunglückten Wendemanövern. Viel Beifall gab es zum Schluss als alle Akteure mitsamt dem Moderator in die Fluten des Sees eintauchten. Das Seefest endete mit einem Unterhaltungsabend mit den "Moskitos" und einem beeindruckenden Feuerwerk.

Zum Auftakt des Ebinger Seefestes fanden am Freitagabend der Seelauf (Distanz je Runde: 1,8 Kilometer) und ein Nordic-Walking-Lauf (4,7 Kilometer) statt. Beim Seelauf (1,8 Kilomter je Runde) waren beste männliche Teilnehmer/die beste weibliche Teilnehmerin: rine Runde Tobias Röß/Jule Beyerlieb; zwei Runden: Stefan Schütz/Alina Beyerlieb; drei Runden: WSolfgang Thiem/Sophie Bleil vier Runden: Paul Oertwig/Isabell Linß; fünf Runden: Peter Prang/Uschi Koppe. Beim Noerdic-Walkung Lauf kamen Ron Petrich beziehungsweise Sylvia Postler als erste ins Ziel.