Bamberg
Jungbürgerversammlung

Wenn der Bamberger OB zum DJ wird

Samstag, es ist kurz nach 18 Uhr. Im Morph Club haben sich 120 Jugendliche unter 16 Jahren eingefunden. Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) stellt sich zu den DJs hinter das Mischpult und eröffnet die diesjährige U16-Party mit integrierter Jungbürgerversammlung.
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Am Mischpult: DJ X2C mit Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke im Morph Club  Foto: Stadt Bamberg
Am Mischpult: DJ X2C mit Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke im Morph Club Foto: Stadt Bamberg
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Nach kurzer Einweisung durch den Profi DJ X2C, durfte dann auch Oberbürgermeister Andreas Starke am Samstagabend im Bamberger Morph Club ein bisschen mit den Knöpfen spielen und einige Songs auflegen.

Begeisterung kam bei den Jugendlichen vor allem auf, als Starke seine Lieblingsinterpretin Amy Winehouse spielte, so dass sich auch die Tanzfläche schnell füllte.

Nach dem Abstecher in die DJ-Welt ging es für Starke zurück in den VIP-Bereich, wo Jugendliche auf ihn für die Jungbürgerversammlung warteten - rein durfte nur, wer sich mit Fragen aktiv beteiligen wollte.

Gleich zu Anfang sollten einige Fragen den OB aus der Reserve locken: "Warum wollen Sie aus der Gereuth ein Nobelviertel machen?" Starke erklärte dem Fragenden, dass die derzeitige Fassadengestaltung in der Gereuth nicht nur der optischen Verschönerung diene, sondern auch der energetischen Sanierung.

Mehr Partys für Jugendliche gewünscht

Die Jugendarbeiter von ja:ba hatten gemeinsam mit den Jugendlichen in den einzelnen Treffs bereits im Vorfeld Themen vorbereitet. Aber während der Fragestunde konfrontierten die jungen U16-Besucher den OB auch mit spontanen Anregungen. So wünschten sie sich mehr Partys für Jugendliche, beispielsweise im Bambados, oder jugendgerechte Kino-Open-Air-Veranstaltungen.

"Schön wäre auch, wenn in der Stadt mehr Platz für Blumen und Bäume geschaffen werden könnten und Bamberg etwas grüner werden würde", so die Bitte von Tatjana (13), der zahlreiche junge Gäste beipflichteten.

Ein Dauerbrenner ist bei den Jugendlichen auch die Einführung von Schülertickets. Da Bamberg im VGN-Verbund ist, könne dies aber nicht so leicht umgesetzt werden. Es werde aber derzeit überprüft.

Andreas Starke nahm alle Anregungen und Fragen dankend entgegen und betonte, dass es zu vielen Themen schon Überlegungen gäbe. Gerade nach der vergangenen Jungbürgerversammlung, die erst im Oktober stattfand, hatte sich Starke noch einmal intensiver mit den Anliegen von Bambergs Jungbürgern beschäftigt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bamberg.

So informierte der OB, dass das Jugendförderzentrum in der Gereuth bald kommen werde und für das Bambados eine Kletterwand zur Attraktivitätssteigerung geplant sei. Zuletzt versprach OB Starke, dass auch dieses Mal Auswertungen und Ergebnisse folgen werden.
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