Bamberg
Chefarzt-Prozess

Wende im Bamberger Chefarzt-Prozess?

Die Verteidigung von Heinz W. wartet mit neuen Laborergebnissen auf: Der Angeklagte könne die Hauptzeugin gar nicht betäubt haben, da ihre Blutwerte etwas anderes sagen würden.
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Der angeklagte ehemalige Chefarzt im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in Bamberg. Foto: Nicolas Armer/dpa
Der angeklagte ehemalige Chefarzt im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in Bamberg. Foto: Nicolas Armer/dpa
Es geht um Halbwertszeiten, um Nanogramm pro Milliliter, und die große Frage: Ist der dringende Tatverdacht gegen einen ehemaligen Chefarzt am Klinikum Bamberg noch haltbar? Dessen Verteidiger Klaus Bernsmann sagte gerade in der Verhandlung: "Wenn kein dringender Tatverdacht besteht, muss Herr W. heute noch nach draußen." Das klare Ziel ist die Aufhebung des Haftbefehls.

Die Verteidigung untermauert ihre Forderung mit Informationen, die sie über das Betäubungsmittel Midazolam herausgefunden haben will. Heinz W. hat laut Anklageschrift dieses Medikament zwölf Frauen verabreicht, um sich sexuell an ihnen zu vergehen. Nun führte Klaus Bernsmann vor Gericht aus: Die Menge, von der in der Anklageschrift die Rede sei, könne sein Mandant der Hauptzeugin gar nicht um die angegebenen Uhrzeit gespritzt haben. Dies sei nach Erkenntnissen aus einem weiteren Labor und Studien zur Halbwertszeit des Mittels nicht möglich.

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