Bamberg
Gericht

Weitere Opfer im Chefarzt-Prozess in Bamberg sagen aus

Am heutigen Prozesstag gegen den früheren Bamberger Chefarzt stehen die Aussagen von zwei Patientinnen im Mittelpunkt. Beide sollen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein, für die sich der 50-Jährige seit April verantworten muss.
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Heinz W. (rechts) mit seinen Rechtsanwälten Dieter Widmann (links) und Prof. Klaus Bernsmann Archivfoto: Matthias Hoch
Heinz W. (rechts) mit seinen Rechtsanwälten Dieter Widmann (links) und Prof. Klaus Bernsmann Archivfoto: Matthias Hoch
Im Vergewaltigungsprozess gegen den ehemaligen Bamberger Chefarzt Heinz W. kommen heute zwei seiner mutmaßlich 13 Opfer zu Wort.

Eine 33-jährige Thrombose-Patientin des Gefäßchirurgen sagte am Vormittag in öffentlicher Sitzung aus.

Die Frau machte einerseits deutlich, wie groß ihr Vertrauen in den Mediziner und seine Vorgehensweise war. Sie hat sich zum Beispiel gewundert, dass sie bei ihm für eine Ultraschalluntersuchung ein Kontrastmittel bekam. Aber sie habe sich halt gedacht: "Er ist der Chefarzt; er wird schon wissen, was er macht."

Die Opferzeugin beschrieb ebenso eindringlich, wie groß später erst ihr Schock, dann die Wut darüber waren, dass der Mediziner sie offensichtlich ohne ihr Wissen im Intimbereich berührt und dabei Fotos gemacht hat.

Am Nachmittag will die Zweite Strafkammer des Landgerichts Bamberg eine weitere ehemalige Patientin von Heinz W. befragen. Dem Vernehmen nach wird sie allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen.



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