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Weihnachtsmarkt-Saison: Wie schütze ich mich vor Taschendieben?

Bald ist es wieder soweit: In ganz Franken eröffnen die Weihnachtsmärkte und ziehen viele Besucher an. Sie locken aber auch alle Jahre wieder Taschen- und Trickdiebe an. Die unterfränkische Polizei hat Tipps, wie man sich beim Christkindlmarkt vor ungewollten Begegnungen schützen kann.
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Geldbörsen und Handys sollten auf keinen Fall in der Gesäßtasche getragen werden. Symbolfoto: Christopher Schulz
Geldbörsen und Handys sollten auf keinen Fall in der Gesäßtasche getragen werden. Symbolfoto: Christopher Schulz
Im dichten Gedränge zwischen den Verkaufsbuden ist es für Langfinger oftmals ein Leichtes, den mit Taschen und Tüten bepackten Besuchern sprichwörtlich das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Täter nutzen diese Enge aus und suchen gezielt die Nähe zu ihren Opfern. Oft lenken sie mit Fragen: "Können Sie mir sagen wie spät es ist?" oder "Wie komme ich am schnellsten zum Bahnhof?" von ihrem eigentlichen Vorhaben ab und greifen im günstigen Moment dann in Handtaschen oder stehlen Geldbeutel und Mobiltelefone aus Hosen- oder Jackentaschen. Geldbörse und Handy sollten daher nie in der Gesäßtasche der Hose aufbewahrt werden, dort können Langfinger sie ganz leicht und unbemerkt herausziehen.


Vorsicht bei "zufälligem" Körperkontakt!

Auch wenn jemand vorgibt, Sie mit Senf oder Glühwein bekleckert zu haben und anfängt, auf ihrer Kleidung zu wischen, könnte dies ein Ablenkungsmanöver sein, das dann ganz bewusst ein zweiter Täter ausnutzt, um Sie zu bestehlen. Der Trick, sein Gegenüber anzurempeln und in diesem Moment dann in die Taschen des überraschten Opfers zu greifen, ist leider auch immer noch eine beliebte Masche. Diese und andere Tricks wenden die oft professionell agierenden Täter oft auch auf belebten Plätzen oder in Straßenbahnen, Bussen oder Kaufhäusern an. Das Fehlen der Wertsachen wird von den überrumpelten Geschädigten oft erst dann bemerkt, wenn die Täter sich längst aus dem Staub gemacht haben.


Damit es bei einem fröhlichen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt bleibt und die Diebe bei Ihnen keine Chance haben, hat das Polizeipräsidium Unterfranken folgende Tipps:

• Achten Sie stets darauf, dass Handtaschen fest geschlossen sind und klemmen Sie die Tasche am besten noch unter ihrem Arm ein
• Bewahren Sie Geldbörsen, Mobiltelefone, Papiere und andere Wertgegenstände immer möglichst körpernah, wie beispielsweise in Jackeninnentaschen auf
• Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie unbedingt notwendig
• Lassen sie Taschen, Rucksäcke oder Jacken nie unbeaufsichtigt
• Seien Sie misstrauisch, wenn jemand Sie in anrempelt oder versucht, sie abzulenken und achten sie dann besonders auf Ihre Wertsachen
• Bedenken Sie auch, dass man durch das Benutzen von Smartphones oft unaufmerksam ist und beim Tippen, Telefonieren oder Surfen im Internet dann leicht Opfer der Diebe werden kann


Falls Sie doch Opfer eines Diebstahls geworden sind, sollten Sie folgendes tun:

• Machen Sie sofort auch andere Personen um sich herum auf den Diebstahl aufmerksam und verständigen Sie rasch die Polizei
• Wenn möglich, prägen Sie sich den Täter gut ein, eine detaillierte Personenbeschreibung ist für eine Fahndung der Polizei später sehr wichtig
• Gestohlene EC- und Kreditkarten sowie Handys sofort unter der bundesweiten Sperrnotrufnummer "116 116" sperren lassen!

Die Polizei will auch in diesem Winter gezielt daran arbeiten, den Langfingern das Handwerk zu legen. Zivile Streifen und uniformierte Beamte sind auf den Weihnachtsmärkten im Einsatz. Wenn die Besucher der Märkte selbst auch aufmerksam sind und auf ihre Wertsachen sowie mögliche Diebe achten, haben die Täter weniger Chancen.
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