Bamberg
Tag des offenen Denkmals

Wasserwerk, Musikpavillon und frühere Kaserne

Der "Tag des offenen Denkmals" naht. In Bamberg schließen die Stadtwerke dann wieder ihr altes Wasserwerk "Am Tännig 15 a" auf. Und manches mehr ist zu sehen wie beispielsweise auch der Alte Ebracher Hof im Vorderen Bach 5, ein Einzeldenkmal in Privatbesitz.
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Das alte Wasserwerk Am Tännig  Foto: Stadtwerke Bamberg
Das alte Wasserwerk Am Tännig Foto: Stadtwerke Bamberg
Das Betriebsgebäude von 1914, mit steilem Satteldach und Erker mit Turmaufsatz, ist ein Beispiel für den so genannten Heimatstil. Das historische Wasserwerk ist seit rund einem Jahr stillgelegt, seine technische Ausstattung noch vorhanden. Die Wasseraufbereitung erfolgt seit September 2014 in einem Neubau am selben Standort. Zwischen 10 und 16 Uhr finden am "Tag des offenen Denkmals" Führungen durch Mitarbeiter der Stadtwerke und der städtischen Denkmalpflege statt. Sie starten nach Bedarf.


Kein Parkplatz am Stadtwald

Wichtig für Interessierte, die am 13. September kommen wollen: Es gibt keine Parkplätze. Motorisierte Besucher werden gebeten, ihre Fahrzeuge in etwa 800 Meter Entfernung "in der Südflur", gegenüber der Brose Arena, abzustellen.


Werkstatt im "Tempel"

Nur zu Fuß und mit dem Fahrrad ist auch der vor 1914 erbaute Musikpavillon im Hain erreichbar. Vor zwei Jahren zog der Bildhauer Adelbert Heil mit seinem Atelier ein. Interessierte können am 13. September von 13 bis 20 Uhr einen Blick hinein tun. Von 14 bis 15 Uhr bietet Heil eine Führung an.

Der Musikpavillon ist ein Einzeldenkmal im Eigentum der Stadt Bamberg. Es stand Jahrzehnte lang leer und lockte - ob seiner exponierten Lage - immer wieder Vandalen an. Die mutwilligen Beschädigungen sind nach städtischen Angaben deutlich zurück gegangen, seit der Pavillon als Bildhauerwerkstatt genutzt wird.

Eine ganz andere Werkstatt in historischer Umgebung können Interessierte im Stadtteil Wunderburg besuchen: in der früheren Holzhofkaserne, Nürnberger Straße 112 b. Von 12 bis 17 Uhr lädt Paul Ankenbrand in seine Kunst- und Möbelschreinerei ein. Sie befindet sich in der ehemaligen Ulanenkaserne, dem größten Militärstandort des 19. Jahrhunderts in Bamberg. Es handelte sich um eine große Kavalleriekaserne, die ab dem Jahr 1860 über dem ehemaligen fürstbischöflichen Koppenhof errichtet wurde. Militärisch genutzt bis 1945 wurden die Gebäude für Wohn- und Gewerbezwecke umgebaut.

Nur die Bewohner und deren Gäste haben gewöhnlich Zutritt zum Alten Ebracher Hof im Vorderen Bach 5, einem Einzeldenkmal in Privatbesitz. Am 13. September ist das Haus von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Von 1679 bis 1681 erbaut, war das Bauwerk das frühere Stadtpalais des Klosters Ebrach.

Gastgeber am Denkmaltag ist Alfons Lamprecht von der "Akademie für Lebenskultur", der im Alten Ebracher Hof eine Schreinerwerkstatt betreibt. Er bietet Interessierten spezielle geomantische Führungen an: Es gibt nach seinen Worten an dieser Stelle "vitale Strukturen, die bis in die Zeit von Kaiser Heinrich und Kunigunde zurück gehen". jb

Im Raum Bamberg stehen die Denkmalfreunde am "Tag des offenen Denkmals", 13. September, vor der Qual der Wahl. Allein in der Welterbestadt gibt es 16 Besichtigungsangebote. Sechs weitere sind es im Landkreis Bamberg. Die meisten haben mit dem bundesweiten Motto "Handwerk und Technik" zu tun. Die Lokalredaktion stellt bis 13. September in einer Artikel-Reihe vor, was wann wo zu sehen ist.
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